Islandpferdehof 

Burgwald-Trekking

Tagebuch 2022


19. Dezember 2022

Puh, war das kalt!
Eisig kalte Tage liegen hinter uns und die haben uns ganz schön auf Trab gehalten.
Unser gesamtes Reitprogramm mussten wir reduzieren und das heißt, dass unsere diversen Reitkurse und Weihnachtsausritte zeitlich gekürzt oder durch ein alternatives Programm ersetzt wurden. Daher gab es mit den Kids „Reiterspiele'' und mit den Erwachsenen „Bodenarbeit“ sowie Fußmärsche bei den Ausritten.


An der Reitanlage hat sich unser Vorschlaghammer einer unerwarteten Beliebtheit erfreut. Bei der extremen Kälte waren alle Wasserleitungen eingefroren und die überall verteilten Wasserbottiche ebenfalls. Manchmal konnte man das Eis dann nur noch mit dem Hammer zerschlagen und daher waren die Mädels am Stall mehrmals täglich mit dem Vorschlaghammer unterwegs.
Insgesamt war die Wasserversorgung aller Tiere während der vergangenen Kälteperiode wieder einmal ziemlich nervig und extrem zeitaufwändig. Wie jedes Jahr stellen wir uns an dieser Stelle die Frage, ob man hier noch einmal in ein frostsicheres System investieren sollte oder ob man die paar Tage Winter auch so bewältigen kann.
Neben der Wasserversorgung galt es, sich um die Tiere zu kümmern, denen die Kälte extrem zugesetzt. Die Hühner und Schweine haben Rotlichtlampen bekommen und eine ganze Menge Pferde eine wärmende Decke.


Bei dem Blitzeis am Montag waren wir nach dem Todesfall an unserer Reitanlage ziemlich angespannt. Groß war die Sorge, dass ein Pferd ausrutscht und auf dem harten Boden aufschlagen könnte. Daher haben wir ordentliche Salz, Späne und Sand verteilt und den Pferden einen Stehtag im Stall verordnet. Zum Glück ist alles gut gegangen.
Aktuell ist es bei uns jetzt fast 20 Grad wärmer und alles ist matschig und schmierig. Was für ein beschissenes Weihnachtswetter mal wieder!
Bei uns laufen gerade noch die letzten Reitkurse und dann gehen wir bis Anfang des neuen Jahres in einen kurzen Winterschlaf. Untätig werden wir nicht sein, denn bei uns sind so viele Arbeiten in der letzten Zeit liegen geblieben, dass bestimmt keine Langeweile aufkommt.
Ein bisschen nervös sind wir schon, wenn wir an den Jahreswechsel denken. Leider ist das Feuerwerk dann ja wieder erlaubt und daher können wir nur hoffen, dass es keine Probleme bei den Pferden gibt. Schaun mer Mal!


17. Dezember 2022

Mach's gut alter Freund - Du wirst uns sehr fehlen!
Am Montagabend mussten wir überraschend unseren alten 40jährigen "Lettir vom Rexhof“ einschläfern. Lettir war ein großer Isabell, der über Jahrzehnte in unserem Schulbetrieb gelaufen ist und unzählige Reiter/innen glücklich gemacht hat.

Lettir & Gandur

In den Mittagsstunden sollten er und unsere anderen Oldies eigentlich ganz normal ihre Mittagsportion an Wiesencops bekommen, doch Lettir konnte es wie immer nicht abwarten und ist daher in den Stall getrabt. Dort ist er ausgerutscht und mit dem Kopf auf der Stallgasse aufgeschlagen. Zunächst dachten wir, dass alles in Ordnung ist. Doch am späten Nachmittag wurde er unruhig und hat ständig seinen Kopf geschüttelt. Natürlich haben wir sofort einen Tierarzt gerufen, doch der war weit entfernt und brauchte daher einige Zeit, bis er bei uns war. Die Wartezeit entwickelte sich von Minute zu Minute zur Katastrophe. Es ging ihm immer schlechter. Teilweise war er sogar komplett außer Kontrolle. Er hatte zunehmend Probleme seine Bewegungen zu koordinieren und zeigte auch ansonsten ein eigenartiges Verhalten. Außerdem hatte er regelrechte Panikattacken. Schließlich gelang es uns, ihn aufzuhalftern und auf den Reitplatz zu bringen. Dort konnte er nicht ständig gegen die Wände rennen und es war ausreichend Platz da, damit er sich etwas bewegen konnte. Wir haben ihn dann ganz langsam im Kreis geführt, was die Zeit, bis der Tierarzt da war, einigermaßen gut überbrückt hat. Außerdem haben wir ihn mit einer wärmenden Decke eingepackt und ihm ein starkes Schmerzmittel ins Maul gespritzt. Die ganze Zeit hat er heftig geatmet und teilweise sogar das Maul weit aufgesperrt. Kurz bevor der Tierarzt kam, war er plötzlich für einen Moment ganz ruhig und in sich gekehrt. So ein Verhalten mussten wir leider schon öfter bei sterbenden Pferden beobachten und daher standen wir einfach nur bei ihm und haben uns von ihm verabschiedet.
Der Tierarzt hat ihn dann sofort eingeschläfert. Nach seiner Meinung hatte Lettir entweder eine Hirnblutung oder einen aufgeplatzten Tumor im Kopf und da gibt es keine Behandlungsmöglichkeiten.
Natürlich macht man sich nach so einem "Unfall" Vorwürfe und überlegt, wie man solche potentiellen Gefahrenquellen abschaffen kann. Im Prinzip kann sich ein Pferd allerdings überall auf die Nase legen oder in irgendeiner Form verletzen und daher ist es schwierig, solche Probleme komplett abzustellen. Bei uns sind zudem die gesamten alten Beton- und Pflasterflächen durch die jahrzehntelange intensive Nutzung glatt poliert und ziemlich rutschig. Daher streuen wir in allen überdachten Bereichen eine ordentliche Portion Späne drauf, um sie zu entschärfen. Wir planen außerdem Gummimatten an einigen Stellen auszulegen. Hier gilt es aber genau zu überlegen, was man kauft. Sonst schafft man nämlich weitere Gefahrenquellen, wie wir es zum Beispiel bei den Paddockgittern aktuell erleben. Die sind nämlich so rutschig geworden, dass sich Zwei- und Vierbeiner dort regelmäßig auf die Nase legen.
Lettirs bester Freund „Gandur“ hat jetzt ein paar Tage ganz schön den Kopf hängen lassen. Den Großteil ihres Lebens haben sie Seite an Seite bewältigt und daher ist die Trauer natürlich groß. Zum Glück steht er aber in einer kleinen Herde mit anderen Oldies. Elis, Svipur, Blakkur, Dreyri, Solfaxi und die anderen kümmern sich herzzerreißend um ihn. Seite an Seite stehen sie im Stall und gemeinsam sind sie jeden Tag auf den Ausläufen und Weiden unterwegs. Pferde sind einfach wundervolle Tiere! Gelle!

 

11. Dezember 2022

Ziemlich ungemütlich ist es bei uns seit einiger Zeit. Nach dem milden Herbst muss man sich erst wieder an das nasskalte Schmuddelwetter gewöhnen. Gerne denken wir an das traumhafte Herbstwetter zurück, das wir bei unseren beiden letzten Wanderreit-Angeboten der Saison 2022 hatten. Mit super gelaunten Pferden und netten Reitgästen haben wir noch einmal unsere wunderschöne Landschaft genossen. Da es momentan schon früh dunkel wird, waren wir beim letzten Tagesritt und den diversen Ausritten überwiegend im freien Feld unterwegs. Lediglich bei den Ausritten am Sonntagvormittag ging es in den Burgwald. Bei allen Ritten waren wir vollkommen alleine im Gelände unterwegs. Nur ein bisschen Wild war hin und wieder zu sehen und zu riechen. An einigen Stellen im Wald roch es nämlich sehr würzig nach Maggi und das heißt, dass sich hier in unmittelbarer Nähe Wildschweine verkrochen haben. Das Ganze ist erstaunlich, weil der Bestand an Wildtieren bei uns zurückgeht und gerade bei den Wildschweinen sieht es schlimm aus. Extrem viele Frischlinge sind der Hitze und Trockenheit im Spätsommer zum Opfer gefallen und dann werden die Bachen auch noch das ganze Jahr über bejagt, was übrigens auch unseren ansässigen Jägern/innen gar nicht gefällt. Sie beschweren sich auch darüber, dass extrem viele Rehe geschossen werden sollen, um die kleinen Bäume im Wald zu schützen. Das Ganze hat für sie nichts mehr mit der „Hege und Pflege" des Wildbestands zu tun und so manch einer ist daher wütend aus dem "Verein" ausgetreten.

Ansonsten gab es bei uns in der letzten Zeit wieder sehr viel zu tun und abends haben wir uns noch für die eine oder andere Teambesprechung getroffen. Aktuell sind nämlich die Termine 2023 in Arbeit und da gilt es ein ansprechendes Programm mit altbewährten Angeboten einerseits und interessanten Neuheiten andererseits zusammenzustellen. Bei unserem sehr breit gefächerten Kundenkreis ist das allerdings gar nicht so einfach. Für die vielen Stammkunden/innen sind wir ständig auf der Suche nach neuen Angeboten und für die "Rookies" gilt es ebenfalls passende und interessante Angebote zu finden.
Aktuell ist es sehr kalt bei uns und es soll sogar ein bisschen Schnee geben. Heute haben wir unseren „Glühweinritt“ und anschließend gibt es eine kleine Weihnachtsfeier. Es wird wahrscheinlich ganz schön kalt werden und daher gilt es mit der „Zwiebeltechnik“ der Kälte zu trotzen. Ob das hilft - schauen mer Mal!


31. Oktober 2022

Ein bisschen Spaß muss sein! Zum Ende der Herbstferien hatten wir mit unserem Team und den Einstellern ein kleines "Herbstfest" an unserer Reitanlage. Zunächst gab es einen 2-stündigen Ausritt in den Burgwald und anschließend eine Kaffeeklatsch-Grillfeier-Kombi. Bei dem Ausritt waren wir im Burgwald auf uralten Wegen aus unseren Anfängen unterwegs. Einen Teil der Wege konnten wir allerdings kaum noch passieren und andere haben aufgrund intensiver Rodung ihren ganz besonderen Charme verloren. Ein bisschen Wehmut war da somit schon dabei. Es gab aber auch eine ganze Reihe von wunderschönen Passagen und genau die haben die Lust geweckt, wieder öfter auf den alten Pfaden zu reiten.
Beim folgenden Kaffeeklatsch gab es wie immer viel Gesprächsstoff. Ein wichtiges Thema war dabei, wie wir auf die ständig steigenden Preise für Futter, Einstreu, Strom, Wasser, etc. reagieren und dabei die Lebensqualität der Pferde erhalten oder möglichst noch verbessern. Gemeinsam haben wir hierzu einen Plan entwickelt und hoffen, somit die steigenden Unkosten reduzieren zu können. Zum Glück haben wir tolle Einsteller, die sich bei solchen Überlegungen einbringen und schließlich auch bei der Umsetzung mit anpacken.
Ansonsten rüsten wir uns gerade für den letzten 2-tägigen Sternritt der Saison. Wie immer haben wir eine Woche vorher die Hufeisen gecheckt und werden im Laufe der Woche die weiteren Vorbereitungen vorantreiben. Hoffentlich wird es bei dieser letzten Tour etwas kühler, denn sonst wird das Ganze sehr schweißtreibend für die Pferde. Schaun mer mal!


29. Oktober 2022

Ein Hauch von Winter liegt bei uns in der Luft und das hat nichts mit den Temperaturen zu tun. Die sind seit ein paar Tagen nämlich so sommerlich, dass die Pferde schon im Stehen klatschnass geschwitzt sind.
Für ein winterliches Feeling sorgen dagegen die ersten Heulageballen, die vor unserem Stall stehen und gefüttert werden. Von ihnen geht ein ganz spezieller Geruch aus und da wir solche Ballen nur im Winter füttern, riecht es halt nach Winter bei uns.
Gleich der erste Ballen war allerdings viel zu feucht. Da solche feuchten Ballen zu viel Säure haben und somit für die Pferdefütterung nur bedingt geeignet sind, waren wir schon sehr beunruhigt. Schließlich haben wir auch in diesem Jahr beachtliche Mengen davon gekauft und wenn wir diese nur eingeschränkt füttern könnten, wäre das ein Desaster für uns. Wahrscheinlich gäbe es und zu dem noch Streß mit den Bauern und das braucht keiner. Zum Glück hatten wir aber nur diesen einen "Sauerkraut-Ballen" und daher läuft es mit dem Winterfutter jetzt wie geplant. Richtig Bock haben die Pferde allerdings nicht drauf. Sie würden lieber das super saftige Gras fressen, wovon es bei uns noch reichlich gibt. Eigentlich hätte man die Pferde auch noch mal auf die Weide stellen können. Da der Reitbetrieb aber noch auf Hochtouren läuft, haben wir das arbeitsmäßig leider nicht mehr geschafft.
Ansonsten haben wir gerade die Herbstferien hinter uns gebracht. In diesem Jahr lief bei uns nur ein Ferienreitkurs und der ging total problemlos über die Bühne. In unserem Gästehaus hatten wir zu dem noch eine ganze Menge Übernachtungsgäste, womit das Haus auch ohne Reiterferien ganz gut ausgelastet war.
Wir hoffen, dass wir das Problem mit den fehlenden Betreuerinnen in der kommenden Saison besser in den Griff bekommen und planen wieder einige Wochen Reitfreizeiten ein. Schaun mer mal!

22. Oktober 2022

Ein Hauch von Winter liegt bei uns in der Luft und das hat nichts mit den Temperaturen zu tun. Die waren in den letzten Tagen nämlich so sommerlich, dass die Pferde schon im Stehen geschwitzt haben.
Für ein winterliches Feeling sorgen dagegen die ersten Heulageballen, die vor unserem Stall stehen und gefüttert werden. Von ihnen geht ein ganz spezieller Geruch aus und da wir solche Ballen nur im Winter füttern, riecht es nach Winter bei uns.
Gleich der erste Ballen war allerdings viel zu feucht. Da solche feuchten Ballen zu viel Säure haben und somit für die Pferdefütterung nur bedingt geeignet sind, waren wir schon sehr beunruhigt. Schließlich kaufen wir jedes Jahr beachtliche Mengen davon und wenn wir diese nur eingeschränkt füttern könnten, wäre das ein Desaster für uns und es gäbe zu dem noch Stress mit den Bauern. Zum Glück hatten wir aber nur diesen einen "Sauerkraut-Ballen" und daher läuft es mit dem Winterfutter jetzt wie geplant. Richtig Bock haben die Pferde allerdings nicht drauf. Sie würden lieber das super saftige Gras fressen, wovon es bei uns nach den diversen Regenschauern der letzten Zeit reichlich gibt.
Ansonsten rüsten wir uns gerade für die Herbstferien. In diesem Jahr bieten wir in dieser Zeit nur einen Ferienreitkurs an. Zudem erwarten wir in unserem Gästehaus noch eine ganze Menge Übernachtungsgäste, womit das Haus auch ohne Reiterferien gut ausgelastet ist.
Wir hoffen, dass wir das Problem mit den fehlenden Betreuerinnen in der kommenden Saison besser in den Griff bekommen und planen für die kommende Saison wieder einige Wochen Reitfreizeiten mit Kids ein. Schaun mer mal!


15. Oktober 2022

Klein, aber fein - so war die Gruppe, mit der unser letzter 2-tägiger Wanderritt dieser Saison über die Bühne ging. Bei "Kaiserwetter" hatten wir noch einmal einen vollkommen entspannten Ritt nach Bracht und wieder zurück. Ein letztes Mal waren unser Hund "Teddy" und der lslandwallach "Gustur" bei einer 2-tägigen Tour dabei. Teddy ist inzwischen 13 Jahre alt und Gustur 25. Daher gehen die beiden aus Altersgründen in den wohlverdienten "Wanderreit-Ruhestand". Im Prinzip sind beide aber noch topfit und daher haben sie auch diesen letzten Wanderritt problemlos absolviert. Trotzdem wollen wir sie schonen und hoffen, dass sie auch noch im kommenden Jahr unser vierbeiniges Team bei kürzeren Ritten und Ausritten unterstützen werden. Ein bisschen Wehmut schwingt da allerdings schon mit.

Aufgrund von gesundheitlichen Problemen sind bei diesem Ritt noch kurzfristig Reiterinnen ausgefallen und daher waren wir nur mit einer kleinen Gruppe unterwegs.
Solche Stornierungen haben uns leider die gesamte Saison begleitet. Diverse Corona-Infektionen kamen dazwischen und einige hatten mit Rücken- oder anderen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Da man für die Zeit im Sattel schon eine gewisse Fitness haben sollte, kann man den Leuten hier keinen Vorwurf machen. Für unsere Planungen und die Auslastung unseres Betriebes sowie unserer Wanderreit-Quartiere sind solche Ausfälle allerdings schon etwas schwierig. Letztere zeigen sich schon etwas genervt von der Situation und es liegt bei uns, unsere letzten verbleibenden Quartiere zu besänftigen und bei Laune zu halten. Mit den Wanderreit-Quartieren sieht es bei uns nämlich sehr schlecht aus und daher sind wir bei den Planungen für die kommende Saison gerade auf der Suche nach Alternativen. In diesem Zusammenhang sind bei uns "Back to the roots - Ritte" mit echter Lagerfeuerromantik und schlafen im Zelt im Gespräch. Ob es dafür Interessenten/innen gibt? Aktuell wollen nämlich alle ein Einzelzimmer mit Dusche und WC sowie Fernseher und WLAN bei unseren Touren. Schaun mer mal!


24. September 2022

Nichts für "Warmduscher" war unser 2-tägiger Wanderritt nach Bracht am vergangenen Wochenende. Trotz warmen Klamotten, Regenmänteln und Regenhosen war es sehr ungemütlich und kalt. Während am ersten Tag wettermäßig mit Sturm, Regen und Sonnenschein noch alles dabei war, hat es am zweiten Tag quasi den ganzen Tag geregnet. Daher haben wir den kürzesten Weg nach Hause gewählt und sind quasi durchgeritten. Immerhin gab es am ersten Tag auch ein paar sonnige Phasen und daher ließ sich das Ganze noch ganz gut aushalten. Die Pferde fanden das Wetter wahrscheinlich gar nicht so schlecht. Sie schieben schon ganz schön Winterfell und daher waren die kühlen Temperaturen für sie deutlich angenehmer als die extreme Hitze der letzten Wochen.

Ansonsten haben wir auf dem Hof wie immer viel zu tun. Nach den Sommerferien gab es keine Verschnaufpause und daher hängen wir schon gewaltig in den Seilen. Zum Glück sind die Pferde alle wohlauf und die vielen netten Reitgäste machen uns die Arbeit leicht.


In der Woche laufen unsere Reitkurse auf Hochtouren und an den Wochenenden haben wir mit unseren diversen Wanderreit-Angeboten ganz ordentlich zu tun. Da kommt keine Langeweile auf.
Schlechte Nachrichten gibt es leider von unseren Reitfreizeiten in den Herbstferien. Trotz intensiver Bemühungen konnten wir leider keine Betreuerinnen finden und daher können wir nur Ferienreitkurs ohne Übernachtung anbieten. Es bleibt zu hoffen, dass wir dieses Problem in der kommenden Saison besser unter Kontrolle bringen können. Schaun mer mal!


03. September 2022

Keinen Mangel an Gesprächsstoff gibt es immer, wenn die Tierheilpraktikerin Nadine Thomas bei uns ist. Neben der Behandlung der Pferde vor Ort, gibt es immer sehr gute Ernährungs- und Trainingstipps. Außerdem prallen hierbei immer eine ganze Horde von leidenschaftlichen Pferdenärrinnen aufeinander und da gibt es bekanntlich sowieso immer eine Menge zu quatschen.
Diesmal war leider das Führpferd "Hnokki" von Kerstin dran. Der hatte in der ersten Hälfte unsere diesjährigen Wanderreit-Saison leider gewaltig unter unserem "Gewichtsproblem" zu leiden. Nein, die Kerstin hat nicht so heftig zugelegt. Ihre 60 Kilo sollten eigentlich kein Problem für den großen Hnoki sein. Problematisch sind dagegen die Kunden/innen, die unser Gewichtsbeschränkung von 85 KG offensichtlich überlesen haben und genau bei ihnen müssen unsere großen "Gewichtsträger" mit fatalen Folgen ran. Es mag hier Anbieter geben, die wesentlich entspannter mit diesem schwierigen Thema umgehen. Sie lösen das Problem indem sie schwächelnde Schulpferde einfach abstoßen und in Island macht man in solchen Situationen einfach kurzen Prozess.
Uns ist dagegen die Gesunderhaltung unserer Schulpferde sehr wichtig und sie sollen ein schönes und vor allem langes Leben auf unserem Hof haben. Daher werden wir hier in Zukunft eine klare Grenze ziehen. Die Pferde fallen nämlich wochenlang aus und es geht ihnen wirklich schlecht. Der große Hnokki hatte solche Schmerzen, dass er kaum noch gefressen hat und mit Medikamenten versorgt werden musste. Spätestens da war bei uns endgültig die Schmerzgrenze erreicht.
Inzwischen ist er zum Glück wieder auf dem Weg der Besserung. Nachdem er quasi zwei Monate pausieren musste, ist er wieder im Aufbautraining und bekommt täglich die Magnetfelddecke drauf. Eventuell kann er im Herbst wieder bei kleineren Touren mitgehen. Vorher werden wir ihn allerdings nochmal der Nadine vorstellen und dann das Ganze entscheiden. Schaun mer mal!


30. August 2022

Endspurt! 

Inzwischen läuft bei uns die sechste und somit letzte Ferienwoche. Zum Glück ist es nicht ganz so heiß! Wir haben noch einmal zwei super Betreuerinnen am Start und die Kids sind auch sehr nett und voller Tatendrang. Zeitgleich sind noch einmal immer 16 Schulpferde im Einsatz und daher herrscht reges Treiben an der Reitanlage. Wie immer startete unser Reitprogramm mit der "Kennenlernrunde" und das Ganze geht dann in unseren ganz normalen Ferienreitkurs über. Der baut sich im Laufe der Woche systematisch auf, damit entspannte und vor allem sichere Ausritte überhaupt möglich sind. Außerdem sollen die Kids auch im Bereich der Pferdepflege fit gemacht werden und bei den anfallenden Arbeiten mit anpacken. Daher gibt es für alle Zwei- und Vierbeiner noch einmal viel zu tun und dann gehen zumindest die Vierbeiner erstmal in Urlaub. Hier stellt sich allerdings die Frage, wohin dieser geht. Aufgrund der extremen Trockenheit sieht es auf unseren Wiesen und Weiden nämlich extrem schlecht aus und wir müssen schon überall Heu zufüttern. Wir hoffen, dass wir noch ein kuscheliges Plätzchen für sie finden, damit sie ein paar Tage die Hufe hochlegen können. Schaun mer mal!

 

Na bitte, geht doch! Eine sehr schöne zweite Ferienwoche ist gestern zu Ende gegangen. Wir hatten zwei neue Betreuerinnen am Start und die hatten es mit sehr netten und hochmotivierten Mädels zu tun. Es war nur leider ziemlich heiß und daher mussten wir das gesamte Reitprogramm vormittags über die Bühne bringen. Nachmittags war dann "Pool-Time" angesagt und abends haben wir dann noch etwas gemeinsam unternommen.
Aktuell läuft nun schon die dritte Woche und in der pausieren die Kids erst einmal. Diese Woche und die fünfte haben wir nämlich für unsere erwachsenen Feriengäste reserviert und momentan haben neben ein paar Frauen auch noch drei junge Männer dabei. Die ersten Reitstunden mit dieser gemischten Truppe war heute schon sehr amüsant. Wir sind gespannt wie es weiter geht. Schaun mer mal!

30. Juli 2022

Puh, geschafft - die erste Ferienwoche von unserem "Sommer-Reiterferien-Marathon" ist vorüber und es war gleiche eine intensive Woche. Wir hatten es mit einer bunt gemischte Gruppe von Jungs und Mädels im Alter von 7 - 14 Jahren zu tun und die haben unser Team ganz schön auf Trab gehalten.
Bei unserem Reitprogramm wurde Kerstin diese Woche von Carla und Anna unterstützt und bei der Betreuung der Kinder im Gãstehaus musste sich unsere Tanja ganz alleine durchschlagen. Die zweite Betreuerin war nämlich kurzfristig ausgefallen und daher war sie alleine für die Kids im Haus verantwortlich.
Herausragend war einmal wieder die Leistung von unseren Schulpferden. Extrem sicher und souverän haben sie die überwiegend unerfahren Kids getragen und somit ein kurzweiliges Reitprogramm überhaupt erst möglich gemacht.
Herausragend waren auch die beiden teilnehmenden Jungs. Fleißig und hilfsbereit waren sie bei allen Aktivitäten dabei und haben auch bei der Versorgung der Pferde mit großer Begeisterung mit angepackt. Da können sich die "Smartphone-Mädels" auf jeden Fall eine Scheibe dran abschneiden!
Nach einer Aufräum- und Reinigungsorgie am Samstag reisen heute die nächsten Ferienkinder an. Wir sind gespannt was da auf uns zukommt. Schaun mer mal!

23. Juli 2022

Mit unseren Picknick-Ausritten hatten wir in der vergangenen Woche so unsere Probleme. Zunächst war es viel zu heiß und dann hatten wir es sogar mit Regen zu tun. Solche Ritte machen wir mit unseren Reitschulkids immer zum Abschluss kurz vor den Sommerferien. Aufgrund der extremen Hitze konnten wir aber in diesem Jahr nur kleine Spaziergänge im Schatten machen. Anschließend gab es dann noch etwas Pferde-Wellness im kühlen Stall und ein Picknick im Reiterstübchen. Das hat den Kids auch gut gefallen und die Stimmung war entsprechend gut als wir sie danach in die Sommerferien entlassen haben. Einige werden wir allerdings schon demnächst wieder sehen, sie haben nämlich Reiterferien bei uns gebucht.
An dem vergangenen Wochenende hatten wir noch den letzten Sternritt vor der Reiterferien-Saison. Zum Glück war es hier noch deutlich kühler und daher hatten wir wieder einmal zwei schöne Ritte mit unseren Reitgästen.
Aktuell laufen die Vorbereitungen für die Sommerferien auf Hochtouren. Morgen startet bei uns die 54 Reiterferien-Saison und da sind wir schon ein bisschen nervös.
Es wird schon alles gut gehen. Schaun mer mal!


04. Juli 2022

Etwas kalten Wind hatten wir zum Glück bei unserem Wanderreit-Wochenende, sonst wäre es schön wieder ganz heiß gewesen. Wie immer waren wir den ersten Tag über das freie Feld unterwegs und den zweiten im Burgwald. Vor allem am zweiten Tag im Wald hatten die Pferde ganz schön mit der Hitze und den Bremsen zu kämpfen. Im Prinzip hat aber wieder alles prima geklappt und es gab schöne Ritte mit einer netten Truppe.

Große Sorgen machen uns aktuell unsere Heuallergiker. Sie haben mit einer Art von Heuschnupfen oder Pollenallergie zu kämpfen. Es ist schon verrückt, dass es ihnen im Winter wesentlich besser ging und dass sie trotz 24-Stunden Weidegang und Grasfütterung nach Luft ringen. Wie man liest und hört, haben damit allerdings aktuell viele Pferdehalter/innen zu kämpfen und irgendwie hat man das Gefühl, dass das Problem immer schlimmer wird.
Mit Inhalieren und Medikamenten versuchen wir die Symptome zu lindern und hoffen, dass wir es unseren "Sorgenkindern" möglichst schnell wieder besser geht.
Ansonsten laufen bei uns allmählich die Vorbereitungen für die Sommerferien an. Zuvor gönnt sich unser Team noch ein paar schöne Feierabendritte. Dazu gehört auch ein Ritt zum Waldgasthof "Christenberg". Dort gibt es dann ein leckeres Abendessen und natürlich auch viel Zeit, um mal ein Schwätzchen zu machen. Hoffentlich passt das Wetter an diesem Abend. Schaun mer mal!


26. Juni 2022

Ein kleines "Notfall-Paket" haben unsere Führerinnen bei jedem Ausritt dabei und jeder einzelne Ausrüstungsgegenstand hat seine Geschichte und somit seine Berechtigung dabei zu sein. Es gibt nämlich nichts, was es nicht gibt - so sieht unser Resümee aus, nachdem wir inzwischen bereits gut ein halbes Jahrhundert mit unseren Reitgästen im Gelände unterwegs sind und entsprechend respektvoll gehen wir an die Sache heran. Natürlich gab es bei unseren unzähligen Ritten wahnsinnig viele wunderschöne Momente und das Notfall-Equipment haben wir zum Glück in den letzten Jahrzehnten extrem selten genutzt. Allerdings hatten wir es durchaus auch mit  schwierigen und gefährlichen Situationen zu tun. Schließlich liegt es in der Natur der Dinge, dass man mit Pferden draußen in der Natur immer mit Überraschungen rechnen muss und selbst wenn man eigentlich alles richtig gemacht hat, kann man auch einfach mal Pech haben oder vom Umfeld in eine Gefahrenlage gebracht werden. Es gilt also umsichtig und vorausschauend zu agieren und im Vorfeld seine Hausaufgaben zu machen. Bei uns gehört da auch das Mitführen eines Notfall-Pakets dazu.


Darin ist zum Beispiel eine Reflex-Reitgerte. Sie soll weniger auf das Pferd einwirken, sondern kommt im Straßenverkehr zum Einsatz. Dort rücken uns andere Verkehrsteilnehmer schon mal unerfreulich eng auf die Pelle und daher soll sie für Abstand und ein angemessenes Tempo der anderen Verkehrsteilnehmer sorgen. Dann haben wir immer noch einen langen Führstrick mit dabei. Mit ihm kann man z.B ein Pferd als Handpferd nehmen. Dazu gehören noch Vorder-Packtaschen zu unserer Standardausstattung. In ihr befinden sich diversen nützlichen Utensilien wie zum Beispiel einem Erste-Hilfe Set, eine zusätzliche Rettungsdecke, ein Biwaksack, einer Kopflampe, diverse Kabelbinder, ein Päckchen Taschentücher, eine Reflexweste und einige Reflexbandagen, ein Reiter-Taschenmesser mit einem Hufkratzer und einem Messer und ein bisschen Nervennahrung in Form von einem Müsliriegel oder einem Knoppers.
Zum Glück haben wir bislang in der aktuellen Saison  nur die Reflex-Reitgerte und den Führstrick gebraucht. Wir hoffen, dass wir den Rest des Equipments möglichst gar nicht mehr brauchen oder das es sich nur um ein Taschentuch oder ähnliches handelt. Schaun mer mal!

19. Juni 2022

Schweißtreibend war das vergangene Fronleichnam-Wochenende. Reitmäßig stand ein Tagesritt an Fronleichnam und anschließend noch ein Wanderreit-Wochenende auf dem Programm. Bei beiden Veranstaltungen hatten wir eine tolle Truppe beisammen und daher hat alles prima geklappt.
Um den hochsommerlichen Temperaturen zu entgehen, haben wir hauptsächlich vormittags die größeren Touren gemacht und  das Reitprogramm insgesamt an die enorme Hitze angepasst. Unsere Reiter/innen haben die Pferde liebevoll umsorgt und daher hoffen wir, daß es für sie trotz großer Hitze so okay war.
Parallel galt es noch alle anderen Arbeiten auf dem Hof zu erledigen und nebenbei auch noch ein paar Ballen Heu zu verstauen. Abends waren wir dann noch auf den Weiden unterwegs. Neben der alltäglichen Kontrolle der Weiden, haben wir uns darauf konzentriert, Zäune frei zu schneiden und Geilstellen zu beseitigen. Zum Glück waren die Mädels vom Stall mit einer ordentlichen Portion guter Laune dabei und daher haben wir auch das noch routiniert über die Bühne gebracht.
Aktuell befinden sich unsere "Arbeiter" auf der Weide und die alte "Garde" hält den Betrieb am Laufen. Im wesentlichen geht es hierbei zunächst um unsere zahlreichen Kinder-Reitkurse und erst ab Mittwochabend erwarten wir wieder erwachsene Reitgäste.
Am Wochenende werden wir dann wieder mit unseren diversen Reitangeboten ordentlich zu tun haben und wir sind jetzt schon wieder gespannt, wie dann das Wetter wird. Es soll ja wieder heiß werden und Gewitter geben. Schaun mer mal!



06. Juni 2022

Tierrettungs-Box

Unsere "Tierrettung-Box" für die "Freiwillige Feuerwehr Simtshausen" ist fertig! Wir haben mit Artikeln aus unserer" Wanderreit-Truhe" Equipment zusammengestellt, mit denen Pferde und andere Tiere eingefangen und in Sicherheit gebracht werden können.
In den letzten Jahren sind wir gelegentlich von der Polizei kontaktiert worden, wenn Pferde in unserer Region aus ihrer Weide oder ihrem Stall ausgebrochen waren. Bei einer ähnlichen Aktion waren Mitglieder der hiesigen Feuerwehr dabei und es kam die Frage auf, ob wir noch ein paar alte Halfter haben und diese der Feuerwehr zur Verfügung stellen könnten. Nachdem die Feuerwehr kürzlich so super schnell an unserer Reitanlage war, haben wir uns dazu entschieden, ihnen ein ordentliche Box zusammen zu stellen. In ihr gibt es Halfter und Führstricke in allen Größen. Dazu noch eine Longe, um Tiere zusammen zu treiben und ein Multifunktionsseil für Hunde. Zur Beruhigung ist außerdem noch ein Päckchen "Leckerlis" dabei. Das Ganze ist in einer stabilen Box untergebracht, die man dazu auch noch als Tritthocker nutzen kann.
Damit die Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner schnell das richtige Equipment finden, haben wir die Größen der Halfter und Führstricke durch unterschiedliche Farben zusätzlich kenntlich gemacht.


Wir hoffen, dass unsere Tierrettung-Box dazu hilft, Pferde und andere Tiere aus brenzligen Situationen zu retten und stehen für weitere Aktionen zur Verfügung.


30. Mai 2022

Himmelfahrt'22

Ordentlich Kilometer haben wir am Himmelfahrts-Wochenende im Sattel gemacht. Zunächst gab es am Donnerstag einen Tagesritt und dann folgte von Freitag bis Sonntag noch ein Wanderreit-Wochenende. Dank dem super "Reitwetter", den netten Reiterinnen und unseren fleißigen Pferden klappte alles prima.

Weideabtrieb


Mittwochs holen wir für solche Wochenenden immer unsere Pferde von der Weide. Inzwischen haben wir hierfür eine feste Truppe von Helfern/innen und kombinieren den Weideabtrieb gerne mit einem Feierabend-Ritt. Das gesamte Equipment wird dann mit dem Auto zu den diversen Weiden gefahren und irgendwo im Gelände treffen sich dann die Teams, um noch ein paar Meter gemeinsam zu reiten. Für unseren alten Peugeot ist das immer der Härtetest und irgendwann werden wir uns im Bezug auf das Auto etwas überlegen müssen. Ein Pickup wäre hier ideal oder doch wieder ein VW-Bus? So wie unser alter roter "Bulli" - das war noch ein Auto!!! Schaun mer mal!
Euch einen guten Start in die neue Woche!

23. Mai 2022

Ein bisschen Stolz sind wir schon auf das neue Schild an unserem Stall. Ausnahmsweise geht es dabei aber gar nicht um unsere Pferde, sondern um die kleinen Piepmätze (Schwalben), die jedes Jahr den Sommer bei uns verbringen und in unserem alten Schulpferdestall ihre Jungen aufziehen. Sie sorgen für einen regen Flugverkehr auf unserer Stallgasse und verzaubern uns jedes Jahr aufs Neue mit ihrer quirligen Art und ihren Flugkünsten.
Seit vielen Jahren engagieren wir uns nicht nur für sie, sondern auch für andere Wildtiere und sind bemüht, auf unseren Flächen Lebensraum zu erhalten oder zu schaffen. Da gibt es überall Rückzugsorte mit Sträuchern, Hecken, Bäumen und Terrassen sowie Blühstreifen für die Insekten und feuchte Areale für Amphibien und kleine Reptilien. An der Reitanlage haben wir zudem noch zahlreiche Nisthilfen montiert und überall Futter- und Wasserschalen aufgehängt und für die Wildkatzen haben wir an unserer Jungpferdeweide Kästen mit Stroh aufgestellt. Außerdem füttern wir sie überwiegend in den kalten Wintermonaten einmal täglich zu. Sie sind dort vor ein paar Jahren selber eingezogen und irgendwann haben wir uns entschlossen, sie mit einem trockenen Schlafplatz und etwas Futter zu unterstützen.


Um die Früh- und Bodenbrüter zu schützen verzichten wir auf das Abschleppen der Grünflächen und mähen sie erst ab Mitte Juni. Natürlich werden auch bei uns die Zäune freigeschnitten und die Hecken und Bäume gepflegt. Im Spätsommer und Herbst werden außerdem die befahrbaren Bereiche gemulcht oder nachgemäht. Schließlich soll das Ganze nicht gänzlich zuwachsen.
Wir sind uns Bewusst, dass wir somit auf diverse landwirtschaftlichen Prämien verzichten. Das nehmen wir allerdings gerne in Kauf. Hier muss man Prioritäten setzen.
Jetzt sind wir gespannt, wie oft die Schwächen in diesem Jahr bei uns brüten und hoffen, dass sich auch wieder ein paar Hausrotschwänzchen bei uns niederlassen. Schaun mer mal!


12. Mai 2022

Nervenstark muss man sein, wenn man heute noch die Pferde auf die Weide stellt. Pferde und andere Weidetiere werden auf der Weide gequält, erschossen, geklaut, ihr Zaun sabotiert und das Equipment gestohlen.
Wir haben erst seit einer Woche die Weidesaison eröffnet und sind schon wieder ziemlich genervt. Bei der abendlichen Kontrollfahrt haben wir gestern auf unseren Weiden in Untersimtshausen den Diebstahl von Solarpanels und Autobatterien gemerkt. Sie müssen im Laufe des Tages gestohlen worden sein. Leider hatten wir dort keine Überwachtungskameras. Das Gelände von den Nachbarn aber und daher hoffen, dass dort brauchbares Filmmaterial zu finden ist.

Wir werden den Diebstahl heute bei der Polizei melden und zur Überwachung unserer Weiden weitere Wildkameras kaufen. Wir können nur dazu raten, das teure Weidezaun-Equipment gut zu sichern und möglichst oft bei den Pferden vorbei zu schauen!
Den Pferden geht es zum Glück gut. Sie genießen die Tage auf der Weide und daher möchten wir ihnen auch in Zukunft möglichst viel Zeit auf unseren weitläufigen Weideflächen ermöglichen.
Hoffentlich bekommen wir solche Probleme in Zukunft besser in den Griff. Schaun mer mal!


07. Mai 2022

Spanisch wird jetzt auch noch an unserer Reitanlage gesprochen und die Kommunikation mit der überwiegend isländischen Truppe funktioniert erstaunlich gut.

 


Vor ein paar Tagen ist bei uns eine sehr gesellige ältere Andalusier-Stute eingezogen. Da es räumlich gut passt, haben wir sie in einer kleinen Herde mit älteren Isländern untergebracht und das funktioniert überraschend gut. In der Vergangenheit war es mit der "Völkerverständigung" zwischen den diversen Rassen oft problematisch. Daher gibt es bei uns immer Herden ausschließlich mit Isländern und bunte "Multikulti-Herden" mit anderen Rassen. In der Regel handelt es sich hierbei um Einsteller und häufig sind da Pfbei. Es gilt also für jedes Pferd eine, an die individuelle Bedürfnisse angepasste, Unterbringung und Versorgung zu gewährleisten und das Ganze natürlich naturnah und pferdefreundlich. Ohne eine ordentliche Portion Erfahrung geht das gar nicht und man braucht Leute, die mit viel Fleiß und Engagement bei der Versorgung der Pferde mit anpacken. Ebenfalls dringend erforderlich ist eine Menge Idealismus, denn die Versorgung der alten und kranken Pferden ist arbeitsintensiv und zeitraubend.


Unsere neue Einstellerstute ist zum Glück gesundheitlich noch topfit. Wir hoffen, dass sie sich schnell bei uns einlebt und Freunde/innen findet. In Kürze erwarten wir noch 2 - 3 Isländer und dann wird wieder Ruhe in unserem Pferdebestand einkehren. Schließlich soll es bei uns nicht zugehen wie im "Taubenschlag".
Die neuen Isländer sollen unser vierbeiniges Team verstärken. Sie werden erstmal ein paar Tage zur Eingewöhnung separiert und dann in eine passende Herde integriert.
Schaun mer mal!


02. Mai 2022 

Äußert wechselhaft war das Wetter bei unseren 2 Tagesritten am 1 Mai - Wochenende. Am Samstag hatten wir überraschend kühle Temperaturen und dementsprechend kalt war es den Reiterinnen. Die Pferde fanden das allerdings super und waren ganz schön munter.


Am Sonntag hatten wir uns dann mit unserem Outfit auf die Kälte eingestellt, doch da waren die Temperaturen wieder deutlich milder. Insgesamt konnte man sich allerdings über das Wetter nicht beschweren.
Bei beiden Ritten waren wir diesmal Richtung Osten und somit über die Felder und Höhen unterwegs. Es ist eine Strecke, die vor allem im Frühjahr immer ganz besonders schön ist.

Parallel zu diesem 2-tägigen Sternritt und zu unseren diversen anderen Reitangeboten, müssen auch noch alle anderen Arbeiten auf dem Hof erledigt werden. An diesem Wochenende waren hierfür an der Reitanlage Christina, Moni, Laura und Anna und am Gästehaus Geli und Herrmann unterwegs. Einen großen Dank euch allen für euren Einsatz!


Ansonsten arbeiten wir momentan in jeder freien Minute auf unseren Weiden. Hier hat es im vergangenen Winter viele Windbrüche gegeben und daher gibt es dort in diesem Frühjahr ganz besonders viel zu tun. Wir hoffen, dass wir trotzdem in nächsten Tage die ersten Pferde auf die Weide stellen können. Schaun mer mal!


17. April 2022

Frohe Ostern wünschen wir! Macht euch ein paar schöne Tage!
Wir haben uns über die Osterfeiertage auch eine kleine Auszeit genommen. Allerdings müssen die Pferde ja trotzdem immer versorgt und die Vorbereitungen für die folgenden Ferienangebote vorangetrieben werden. Daher ist wie immer wenig Zeit, um wirklich mal die Füße hoch zu legen. Am Samstagvormittag galt es zu dem erst einmal das Chaos von der Reitfreizeit in unserem Gästehaus zu beseitigen und das Haus für unsere erwachsenen Feriengäste her zu richten. Am Samstagnachmittag folgte dann etwas Entspannung bei einem schöner Ausritt mit den Mädels vom Stall und abends sollte es dann noch eine kleine Grillfeier vor unserer Reithalle geben. Stattdessen gab es aber dann einen Feuerwehr- und Polizeieinsatz an der Reitanlage und daher war es mit der Gemütlichkeit schnell vorbei. In der Nähe von unserer Reithalle gab es ein kleines Lagerfeuer und das hat einen ca. 30 - 35 Meter entfernt wohnenden Anwohner so gestört, dass er die Feuerwehr und die Polizei alarmiert hat. Da aber von dem kleinen Feuer für die umliegenden Gebäude keine Gefahr ausging und es keine in Panik geratenen oder verletzten Pferde gab, sind alle Einsatzkräfte unverrichteter Dinge sofort wieder abgezogen. Die Männer der Feuerwehr bemängelten lediglich, daß Feuer direkt auf dem Boden im Vorfeld angemeldet werden muss und haben daher zum Einsatz von Feuertonnen oder Feuerschalen geraten. Verständlicherweise sind solche Einsätze für die Einsatzkräfte sehr ärgerlich, zumal man im Vorfeld einfach das Unbehagen mit dem Lagerfeuer hätte kommunizieren können und das Feuer mit ein paar Eimern Wasser hätte löschen können.

Wir haben uns auf jeden Fall sehr bei der Feuerwehr für ihren Einsatz bedankt - denn sie waren unglaublich schnell da, was uns ein gutes Gefühl gibt. Als kleines Dankeschön wollen wir uns mit einer Tierrettung-Box erkenntlich zeigen. In ihr soll es Halfter und Führstricke in allen Größen geben und dazu noch Führketten und Longen. Außerdem haben wir überlegt, für interessierte Feuerwehrleute aus der gesamten Gemeinde ein kostenloses Führtraining auf unserer Reitanlage anzubieten. Wir sind gespannt, ob es hierfür Interessenten gibt. Schaun mer mal!


15. April 2022

Eine nette Truppe hatten wir in der ersten Ferienwoche der Oster- Reitfreizeiten beisammen. Es waren Kinder und Jugendliche im Alter von 8 - 16 Jahren und die waren bei allen Aktivitäten mit vollem Eifer dabei.


Nach einer Woche mit Kälte, Sturm und Regen hatten wir zum Start der Osterferien dann schon fast zu gutes Wetter. Wir hatten es nämlich die ganze Woche mit sommerlichen Temperaturen zu tun und die haben allen Zwei- und Vierbeinern schon ein bisschen zugesetzt.
Insgesamt hat aber alles prima geklappt und nun kommen erstmal ruhigere Tage über die Osterfeiertage auf uns zu. In der zweiten Ferienwoche erwarten wir dann überwiegend erwachsene Feriengäste. Hoffentlich läuft auch da allen rund! Schaun mer mal!

27. März 2022

Wir sind wieder unterwegs! Am vergangenen Wochenende ist mit einem 2-tägigen Sternritt unsere Wanderreit-Saison 2022 gestartet. 

Bei "Kaiserwetter" waren wir am Samstag zunächst in östlicher Richtung im freie Feld unterwegs und haben auf den Höhen die wunderschönen Ausblicke genossen. Am Sonntag folgte dann noch ein Ritt nach Westen durch den Burgwald.
Alles hat prima geklappt und die Pferde sind auch mit dem relativ warmen Temperaturen ganz gut zurecht gekommen. Lediglich die vielen Windbrüche waren ein bisschen nervig. Allerdings gehört das schon mal dazu, wenn man draußen in der Natur unterwegs ist und mit ein bisschen Kreativität ließen sich diese Hindernisse auch problemlos bewältigen.


Wie immer hatten wir eine super nette Truppe beisammen. Es gab viele interessante Gespräche über die kleinen und großen Dinge die uns aktuell bewegen und das tut in der unruhigen Zeit, die wir momentan haben, so richtig gut.
Ansonsten laufen bei uns allmählich die Vorbereitungen für die Osterferien. Am kommenden Wochenende gönnen wir uns allerdings noch einmal eine kleine Verschnaufpause und ein Woche später geht es dann wieder Rund bei uns. Wir hoffen, dass wir dann eine schöne Zeit mit unseren Feriengästen haben und alles gut läuft. Schaun mer mal!


13. März 2022

Farbenfroh geht es bei uns seit einiger Zeit zu und das hat nichts mit einer Vorliebe für kräftige Farben zu tun. Es geht hier um "Stallhygiene" und wir hoffen, dass wir somit die Verbreitung von Parasiten und ansteckenden Krankheiten in unserem Pferdebestand verhindern können. Damit es zu keiner Vermischung des Equipments kommen kann, haben wir den verschiedenen Herden bzw. Stallungen Farben zugeteilt. Unsere zahlreichen Reitgäste sollen sich somit leichter zurechtfinden und auch für das Team auf dem Hof erleichtert diese Zuordnung die Arbeit wesentlich. Ergänzend versuchen wir mit kleinen Theorieeinheiten unsere Reitgäste auf das Problem aufmerksam zu machen. Diese agieren aus Unwissenheit oft ein wenig unbedarft.


Ein Ausbruch von einer ansteckenden Krankheiten wäre allerdings für den Pferdebetrieb ein finanzielles Desaster und für die Pferde eine gesundheitliche Katastrophe. Das Ganze dann noch nach zwei Jahren Corona und den damit verbundenen finanziellen Einbußen. Dazu kommen dann aktuell noch die explodierenden Preise für Kraftstoff und für Futter durch den Krieg in der Ukraine.
Ja, die Arbeit in der Pferdebranche ist nichts für Leute mit schwachen Nerven. Es gilt also mit Bedacht zu handeln, damit es zu keinen unnötigen gesundheitlichen Problemen bei den Pferdebeständen kommt.
Ansonsten rüsten wir uns gerade für eine sehr lange und intensiven Saison. Bereits an diesem Wochenende haben wir den ersten 2-tägigen Sternritt und dann laufen auch schon wieder die Vorbereitungen für die diversen Ferienangebote in den Osterferien. Aktuell ist das Wetter schon fast zu gut und daher haben wir in einer "Nacht und Nebel - Aktion" noch schnell die Pferde geschoren. Jetzt hoffen wir, dass sie die erste längere Tour gut wegstecken und alles problemlos über die Bühne geht.
Schaun mer mal!


21. Februar 2022

Es steht noch alles!!! Lediglich ein paar Bäume wurden von den heftigen Stürmen der letzten Tage komplett zerlegt - da wird das Osterfeuer dieses Jahr wohl etwas größer ausfallen. 

Aufgrund diverser unerfreulichen Erfahrungen mit Stürmen und Unwettern hat das Ganze aber ordentlich Nerven gekostet, denn wir haben uns große Sorgen um unsere Anlage und unsere geliebten Vierbeiner gemacht. Die haben das stürmische Wetter allerdings relativ gelassen weggesteckt. Aufgrund unserer naturnahen Haltung, sind sie den Elementen immer ausgesetzt und lernen somit auch bei solchem Wetter einen kühlen Kopf zu bewahren. Es galt aber trotzdem mit äußerster Vorsicht mit den Pferden zu agieren und daher fanden unsere Ausritte und Reitkurse nur stark reduziert und unter strengsten Vorsichtsmaßnahmen statt. Das Verhalten in schwierigen Situationen und bei Unwetter war dann auch aus aktuellem Anlass in der folgenden Woche Thema in allen Reitkursen.  

Aktuell hat sich das Wetter zum Glück beruhigt wir können uns wieder anderen Arbeiten und Projekten widmen. Für unsere Ekzemer und Heuallergiker wird zum Beispiel gerade eine "Solebox" gebaut. In ihr sollen unsere Pferde inhalieren können und gleichzeitig soll sich das ganze gut für die gestresste Haut der Ekzemer auswirken. Wir sind gespannt, ob das Ganze etwas bringt - schaun mer mal!

13. Februar 2022

Endlich mal Sonne tanken!
Was war das ein schönes Wochenende! Zugegeben – es war teilweise wirklich kalt, ABER: Endlich Sonne und Licht! Das war lange überfällig und tat mal richtig gut.
Am Samstag haben wir das tolle Wetter genutzt und haben mit unseren „Stammreitern“ einen 2-stündigen Ausritt in den Burgwald unternommen. Der Burgwald ist immer schön – aber wenn die Sonne noch durch die Bäume durchstrahlt, ist alles gleich noch viel schöner. So waren nicht nur wir Reiter, sondern auch unsere Pferde mehr als vergnügt unterwegs.
Da die Wanderreit-Saison unmittelbar bevorsteht, haben wir in den nächsten Wochen noch einige 2-stündige Ausritte geplant, damit unsere Pferde Kondition aufbauen können. Alles andere wäre unfair den Pferden gegenüber. Oder würdet ihr eine 2-tägige Wanderung unternehmen, wenn ihr überhaupt nicht trainiert seid? Wahrscheinlich nicht! Deshalb heißt es nun – mit Sinn und Verstand an die Sache heran gehen, damit ein Wanderritt auch für die Pferde eine schöne Sache ist und keine Tortur.


30. Januar 2022

Am Sonntag zog der "kleine" Osk zu seiner Besitzerin in den hohen Norden Deutschlands. Wie viele von unseren Einstellerinnen hat sie in unserer Nähe studiert und ist dann nach der Beendigung ihres Studiums zurück in ihre Heimat gegangen. Nachdem Sie den Umzug abgeschlossen hatte, sollte nun auch ihr Pferd folgen. Auf unsere Empfehlung hin, entschied sie sich, Osk mit dem Transportunternehmen der Internationale Pferdetransporte Ingo Müller zu transportieren. Vor vielen Jahren haben wir schon mit Ingo selbst gearbeitet, wenn wir Pferde aus Island geholt haben. Nun war sein Sohn da, um Osk zu transportieren und der hat genauso routiniert und ruhig den kleinen Mann verladen. 

Ein bisschen mulmig war uns allerdings schon, als der großes Pferdetransporter bei uns ankam. Schließlich stand der kleine Osk noch auf der Jungpferdeweide und dann hatten wir auch noch Sauwetter mit Sturm und eisiger Kälte. Außerdem war vorher klar, dass seine Kumpels nicht sehr begeistert von seinem Auszug sein würden und daher hieß es sehr ruhig und bedacht an die Sache heran zu gehen. Zur Ablenkung haben wir zunächst einen großen Eimer Möhren in den Weidehütten gefüttert und ihn dann herausgeholt. Zum Glück klappte dieser Trick ziemlich gut, nur sein bester Freund galoppierte aufgeregt am Zaun auf und ab. Schließlich hat sich Osk dann aber problemlos verladen lassen, da hat sich das Training im Vorfeld bezahlt gemacht. Aus dem kleinen Osk ist nämlich ein richtig großer Isländer geworden und wenn so einer Probleme macht, kann es böse werden. Der erfahrene Pferde-Transporteuer war auch etwas erstaunt über den kleinen Osk und hat ein erstauntes "Donnerwetter - ist der groß und schick" über die Lippen gebracht. Wahrscheinlich hat er sich unter dem Namen "Kleiner Osk" etwas anderes vorgestellt. 

Bei uns hat bei der gesamten Aktion die Gefühlslage zwischen Stolz und Trauer hin und her gependelt und unsere Jungpferde trauern ihm auch noch hinterher. Er kam als Fohlen mit seiner Mama zu uns und in den letzten Jahren hat sich aus der kleinen Jungpferdeherde doch eine sehr eingeschworene Gemeinschaft unter den Pferden gebildet. Da ist es natürlich immer traurig, wenn einer "geht". Mit der Gewissheit, dass er bei seiner Besitzerin ein sehr schönes Leben haben wird, entlassen wir ihn aus unserer Obhut und wünschen dem kleinen Osk und seiner Besitzerin alles Liebe und Gute im neuen zu Hause.



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