Islandpferdehof 

Burgwald-Trekking

Tagebuch 2021

25. Juli 2021


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Schweißtreibend, aber sehr schön – so war der erste zweitägige Wanderritt der Saison 2021. Zum Glück waren wir zwei Tage im Burgwald unterwegs und da ließ es sich bei den schwülheißen Temperaturen relativ gut aushalten. Dieser zeigt aktuell seine ganz besondere Schönheit. Durch die vielen Niederschläge ist alles saftig grün und überall blühen Wildblumen. Ganz besonders zahlreich sind die Blüten vom Fingerhut vorhanden und daher haben wir den Sommer-Wanderritt kurzerhand in den „Fingerhut-Ritt“ umbenannt. Zahlreich waren auch die diversen Wildtiere, die uns bei dem Ritt über den Weg gelaufen bzw. geflogen sind. Während die Reiterinnen von den vielen Vögeln, Rehen, Hasen und Schmetterlingen begeistert waren, hätten sie und ihre Vierbeiner gerne auf die beachtliche Anzahl von Mücken und Bremsen verzichtet. Natürlich hätten wir den Pferden Fliegenausreitdecken aufziehen können, aufgrund der großen Hitze haben wir uns schließlich aber dagegen entschieden und mehrmals täglich die Pferde mit einem Fliegenschutz-Gel eigeschmiert und Fliegenhauben aufgezogen. Zu groß war die Sorge, dass es den Pferden unter den Decken zu heiß wird. Gelegentlich hört man nämlich von Fällen, in denen die Pferde mit Fliegenausreitdecken kollabiert sind. Inwiefern das Ganze allerdings überhaupt an den Decken lag oder eine unangemessene Überforderung der Pferde zum Kollaps führte, ist nicht bekannt. Gegebenenfalls lag es aber auch an einem Materialfehler bei den Decken. Hier sollte man sich beim Kauf das Material genau ansehen und somit einem Hitzestau vorsorgen. Im Prinzip sind solche Decken aber durchaus empfehlenswert und auch bei uns - insbesondere bei unserem Ekzemern - im ständigen Einsatz.
Mit ganz besonderen Insekten hatten es unsere Pferde dann auch noch an unserem Quartier zu tun. In der Dämmerung kamen aus den umliegenden Büschen beachtliche Mengen von Junikäfern zum Vorschein. Obwohl sie den Pferden eigentlich nichts tun, sorgte schon ihre Präsens für Aufregung und Unbehagen bei den Pferden. Zum Glück war der Spuk schon nach einer Stunde wieder vorbei und es kehrte wieder Ruhe auf der Weide ein.
Unser Quartier auf dem „Katharinenhof“ in Bracht war wie immer spitzenmäßig. Für unsere 7 Reiterinnen standen eine Ferienwohnung, ein Ferienhaus und noch ein weiteres Doppelzimmer zur Verfügung. Womit wir uns entsprechend der Corona-Auflagen verteilen konnten und auch bei der Verköstigung gab es in dieser Hinsicht keine Probleme. Dank der sommerlichen Wetterlage konnten wir alle Mahlzeiten draußen auf einem Freisitz einnehmen. Wie immer sind wir von der Familie „Althainz“ mit hauseigenen Köstlichkeiten verwöhnt worden und daher war auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt.
Aktuell laufen bei uns die Sommerreitfreizeiten und unsere Wanderreitangebote pausieren bis Anfang September. Generell sind wir lieber im Frühjahr und Herbst im Rahmen unserer Tages- und Wanderritte unterwegs. Bedingt durch den Corona-Lockdown haben sich in dieser Saison aber unsere Wanderreit-Termine verschoben, was wir in der kommenden Saison allerdings auf jeden Fall wieder ändern werden.  In den Sommermonaten ist es einfach zu heiß und somit ist der Spaßfaktor bei Mensch und Tier nicht ganz so groß. Außerdem hat man es mit beachtlichen Mengen von Bremsen und Mücken zu tun und in dieser Saison sollte man zu dem auch noch die Gewitterfronten genauestens im Blick haben. Diese treiben uns gerade in den Sommer-Reitfreizeiten die Sorgenfalten auf die Stirn. Zum Glück verlief die erste Woche schon einmal problemlos und wir hoffen, dass sich das Wetter insgesamt für den Rest der Sommer-Saison etwas beruhigt. Schaun mer mal!

20. Juni 2021

Und da sind sie - diese Momente, in denen man inne hält, einfach nur da steht und den Pferden dabei zusieht und zuhört, wie sie zufrieden ihr Gras fressen.
Auch, wenn den ganzen Tag viel los war
... das ist der kleine Augenblick (wenn auch ein recht unspektakulärer Augenblick), in dem man für alle Mühen belohnt wird...

17. Juli 2021 

Die Ruhe vor dem Sturm!
Morgen geht's wieder los: die ersten Ferienkinder reisen an. Und gerade der erste Tag ist natürlich immer ein sehr aufregender Tag für die Kids. 
Vor uns liegen vier Wochen Reiterferien mit Kindern, eine Woche mit Erwachsenen und eine Woche Verschnaufpause für die Pferde und uns.
Wir freuen uns auf unsere Gäste und schlafen heute sicherlich gut. Denn wir haben noch letzte Vorbereitungen in und am Gästehaus und natürlich auch am Stall getroffen. Jetzt kann es losgehen.

13. Juli 2021

Was ist denn da mit unserem Lettir passiert?!
Samstagmorgen haben wir nicht schlecht gestaunt, als Lettir mit einem total geschwollenem Maul samt geschwollener Zunge aus dem Auslauf in den Stall kam und weder fressen noch trinken konnte. Wir haben schnell den Tierarzt gerufen, der Lettir zwei Medikamente gespritzt hat. Es war wahrscheinlich eine allergische Reaktion. Auf was genau er reagiert hat wissen wir nicht. Vielleicht hat ihn etwas gestochen oder er hat in eine Pflanze gebissen, die er nicht vertragen hat. Am Mittag war alles schon etwas abgeschwollen und wir haben ihm über den Nachmittag verteilt viele kleine Portionen mit „Grascob-Suppe“ gegeben, damit er nicht nur die nötige Menge an Futter aufnimmt, sondern auch die nötige Menge an Wasser. Was besonders rührend war: Gandur – Lettir’s bester Freund – wich ihm die ganze Zeit nicht von der Seite. Und so wollte Lettir auch nicht ohne ihn essen – also haben beide eine Extra-Ration erhalten. Am nächsten Morgen war Lettir’s Maul wieder komplett abgeschwollen und alles war wieder gut. Auf dem zweiten Bild seht ihr einen Vorher-Nachher-Vergleich. 


Langweilig wird es bei uns nicht.
Übrigens: Wenn ihr neue Pflegeprodukte (Fliegenspray, Mähnenspray, Fellpflege, etc.) verwenden möchtet empfehlen wir euch, diese vorher an einer kleinen unverfänglichen Stelle zu testen. Wir hatten schon einige Pferde, die allergisch auf Produkte reagiert haben. Pusteln, Schwellungen und Juckreiz sind da noch harmlose Symptome! Mit einem richtigen allergischen Shock ist nicht zu spaßen. Natürlich möchte man seinem Pferd nur etwas Gutes tun – aber auch da sollte man Vorsicht walten lassen. Es gibt nichts, was es nicht gibt!
Habt eine schöne Woche!

5. Juli 2021

Nasse Füße bzw. Hufe haben ein paar Stuten von uns in der vergangenen Woche bekommen. Gerade als die deutsche Fußball Nationalmannschaft das Debakel gegen England erlebte, tobte in Simtshausen und Münchhausen ein schweres Unwetter mit Starkregen etc. Aus dem kleinen Bach, der durch unser kleines Dorf läuft, wurde in kürzester Zeit ein reißender Strom und genau dort liegen einige Wiesen und Weiden von uns. Auch die Weide von den drei Mädels stand im Handumdrehen unter Wasser und die kleine Weidehütte ebenfalls. Als wir die Stuten evakuiert haben, stand uns das Wasser bis zu den Knien und daher waren unsere Gummistiefel randvoll mit einer dreckigen dunkelbraunen Brühe gefüllt. Was für eine Sauerei! Schließlich ist aber alles gut gegangen und auch bei dem gestrigen Unwetter gab es keine weiteren Beschädigungen an der Reitanlage oder auf den Weiden. Andere hatten da wesentlich mehr Pech. Es gab viele vollgelaufene Keller und sonstige Verwüstungen. Insgesamt ist die Situation aber schon beunruhigend. Es gilt ständig ein Auge auf sein Hab und Gut zu haben und die Weiden und Stallungen zu kontrollieren. Darin sind wir allerdings sowieso bereits gewöhnt. Einerseits gehört die ständige Kontrolle unserer Pferde schon immer zum ganz normalen Alltag auf unserem Hof und andererseits gibt es seit einiger Zeit in unserer Gegend das hartnäckige Gerücht, dass osteuropäische Diebesbanden bei uns unterwegs sind, um Pferde zu stehlen und aus diesem Grund fahren wir sowieso quasi 24 Stunden Patrouille auf unseren Weiden und an der Reitanlage. Ja, die Situation ist wirklich beängstigend und macht uns alle fix und fertig. Sind die Pferde erstmal verladen, dann ist es schwierig sie wieder in Polen oder anderen Ländern zu finden. Sollen sie verkauft werden oder gehen sie zum Schlachter? Was passiert mit ihnen wenn sie erst mal verladen sind? Das sind die Fragen, die wir uns ständig stellen. Daher gilt es ein wachsames Auge auf die Pferde zu haben und es ist ratsam, die Nachbarn dabei mit ins Boot zu holen. Wir haben außerdem in aufwendige Überwachungssysteme investiert und hoffen somit in Krisensituationen rechtzeitig zur Stelle zu sein.  Inwiefern das Ganze nur Panikmache ist, ist schwierig zu sagen. Der Polizei sind auf jeden Fall noch keine Diebstähle von Pferden in unserer Region bekannt. Trotzdem gibt es beunruhigende Beobachtungen von Pferdebesitzern und Passanten und auch bei uns wurde schon ein weißer Transporter mit ausländischen Kennzeichen in der Nähe von unserer Stutenweiden gesichtet und ich selbst habe um 23.30 Uhr einen roten älteren Transporter mit zwei Männern drin und polnischem Nummernschild nur 500 Meter von einer Jungpferdeweide in Untersimtshausen angetroffen. Er verschwand dann schließlich auf der Bundesstraße Richtung Todenhausen. Natürlich kommt man bei solchen Beobachtungen ins Grübeln. 
Ja, langweilig wird es bei uns nicht. Von einer Rückkehr zu einer gewissen Normalität und Ruhe nach den Corona-Lockerungen kann bei uns keine Rede sein.

17. Juni 2021

Alter Schulpferdestall

Gestern stand wieder unser alljährliches "Stall weißen" an: Einmal im Jahr wird unser Stall von Reiner gekalkt. Danach sieht er nicht nur wieder weißer, schöner und heller aus, sondern das Kalken dient auch der Stall Hygiene. Kalk wirkt desinfizierend und schützt unsere Fellnasen vor Keimen, Bakterien usw.

Dieses Jahr hatten wir etwas Sorgen wegen unserer Schwalben. Scheinbar war ihnen das Wetter in den letzten Monaten zu kalt, weshalb erst jetzt die Küken geschlüpft sind . Wir hatten bedenken, dass es für die kleinen Piepmätze zu lange dauert, die Elterntiere nicht zurück kommen oder sie das kalken an sich nicht vertragen. Reiner hat daher jedes Nest vorsichtig mit einem Tuch abgedeckt und besonders umsichtig gearbeitet. Daher lief zum Glück auch alles prima: alle kleinen sind wohlauf und alle Elterntiere füttern weiterhin fleißig. Also heißt es bald wieder Köpfe einziehen, wenn die Kleinen ihre ersten Flugversuche starten

Vielen Dank Reiner für deinen alljährlichen Einsatz

14. Juni 2021

Tagesritt Fronleichnam'21

Endlich dürfen wir wieder mit euch reiten! Wir sind unglaublich froh darüber und haben uns an den beiden letzten Wochenenden schon ordentlich den Hintern platt geritten. Ein Tagesritt, ein Erwachsenen-Wochenende und ein Wochenende mit vielen Ausritten. Wie letztes Jahr, geht es wieder von 0 auf 100 los. Das ist nicht nur eine Umstellung für uns sondern auch für die Pferde. Wir haben natürlich immer versucht, alle Pferde zu bewegen und so fit zu halten und konnten dies mit unseren tollen Mädels am Stall auch ganz gut umsetzen, aber es ist doch etwas anderes, wenn jetzt die Wochenenden und Wanderritte wieder beginnen - zumal dieser Temperatur-Umschwung teilweise echt heftig ist.

Apropos Temperatur-Umschwung: heute abend wird unser Heuboden wieder zur Mucki-Bude umfunktioniert, denn wir bekommen das erste Heu in diesem Jahr. Wir müssen jeden Ballen per Hand auf den Heuboden schieben und dort weiter transportieren und aufsetzen. Und das bei kuscheligsten Temperaturen. Wir freuen uns trotzdem, wenn sich unser Heuboden wieder füllt und hoffen auf eine gute Heu-Ernte in diesem Jahr.

29. Mai 2021

Einen schönen Start ins Wochenende euch allen!
Hier knuddeln sich Elis und Blakkur erstmal ganz ausgiebig. Eine richtige Männerfreundschaft ist doch was feines.
Diese beiden Herren sind schon etwas älter und unterstützen uns dabei, unseren kleinsten Reitern den Umgang mit dem Pferd und auch die ersten Schritte im Sattel beizubringen. Unsere Oldies sind Gold wert und gehören keineswegs aufs Abstellgleis - da möchten sie übrigens auch gar nicht hin! Die leichte Bewegung tut ihnen unheimlich gut - denn: wer rastet, der rostet und so ist das nun mal auch bei unseren Pferden.

25. Mai 2021

Pfingsten'21

Wir sind wieder unterwegs! Über Pfingsten hatten wir wieder Feriengäste in unserem Gästehaus und natürlich waren wir mit ihnen auch schon wieder ausgiebig im Gelände unterwegs. Zum Glück waren fast alle schon komplett durchgeimpft, was das Ganze wesentlich erleichtert hat.  Erstaunlich schnell durften wir wieder öffnen und entsprechend hektisch waren die Vorbereitungen. Als dann noch eine von unseren Stute plötzlichen schwer erkrankte, lagen die Nerven blank.
Zwei Wochen ist es nun her, als wir unsere Glenna morgens mit einer Kolik im Stall gefunden hatten. Nach einem strammen Spaziergang, der oft schon Wunder bewirkt hat, kam auch schon der Tierarzt. Nach zwei Spritzen fing Glenna wieder an, nach Futter zu suchen. „Alles gut“ – dachten wir zumindest. Der Tierarzt war noch nicht lange vom Hof gefahren, da ging es wieder los. Nur heftiger und schlimmer. Sie hat sich ständig hingeworfen und war völlig kopflos. Das kennen wir gar nicht von ihr. Während man zwei Personen brauchte, um Glenna mit heftigen Schmerzen in Griff zu haben, hat eine dritte Person versucht, wieder einen Tierarzt zu bekommen. Endlich war der Tierarzt da und dann die Schock-Diagnose für jeden Pferdebesitzer: Verdacht auf Darmverschluss. Der Tierarzt spritzte ihr ein starkes Schmerzmittel und wir sollten sofort mit ihr nach Gießen fahren. Das muss dann tatsächlich immer möglichst schnell gehen, da das Schmerzmittel nur eine begrenzte Zeit wirkt. Also – einen Mitfahrer organisiert, Auto und Anhänger geholt, Pferde verladen und ab nach Gießen. Ich kann euch sagen: Eine Fahrt nach Gießen kann einem wie Stunden vorkommen und da kreisen einem in einer solchen Situation eine Menge Gedanken im Kopf.
In Gießen angekommen, wurden wir schon von zwei Tierärztinnen empfangen, die Glenna entgegengenommen haben und sofort mit den Untersuchungen begonnen haben. Wegen Corona dürfen wir nicht mit rein und fahren wieder mit Buna, die wir als Begleitung für Glenna mitgenommen hatten, nach Hause. Auf der Heimfahrt wieder Zeit für Kopfkino.
Am Stall haben unsere Mädels die Stellung gehalten und sich um alles gekümmert, während wir unterwegs waren. Ein dickes Dankeschön an dieser Stelle an euch! Wir sind froh, so eine tolle Stallgemeinschaft zu haben, die uns auch immer unterstützt, wenn es mal „brennt“! Das ist nicht selbstverständlich und das schätzen wir sehr!

Glenna in der Tierklinik

Die Tierklinik meldet sich einmal am Tag, wenn alles okay ist. Falls es Probleme gibt rufen sie zwischendurch an. Ziel ist es dort, sich um die Tiere zu kümmern und nicht ständig telefonieren zu müssen. Da ist es verständlich, dass sie darum bitten, nicht zwischendurch anzurufen. Es fällt trotzdem schwer, nicht zum Hörer zu greifen! Also läuft man den ganzen Tag mit dem Telefon durch die Gegend und weiß nicht, ob man möchte, dass es jetzt klingelt oder nicht, weil man nicht weiß, ob es gute Nachrichten sind, die da auf einen warten.
Agla, Buna und Glenna sind seit dem sie gemeinsam auf der Jungpferdeweide standen ein eingespieltes Trio. Es hat einem fast das Herz zerrissen, zu sehen, wie sehr Agla und Buna ihre Glenna vermisst haben. Sie haben bei jedem Pferd, was am Stall vorbeilief, gewiehert, wollten nicht raus auf die Wiese und haben ständig an der Tür gestanden und gewartet. Sie sind eben ein Trio und kein Duo und Glenna hat gefehlt.
An Himmelfahrt kam morgens ein Anruf. Das Herz rutscht uns in die Hose, denn um die Uhrzeit hatten wir mit keinem Anruf gerechnet. Aber es waren gute Nachrichten. Wir durften Glenna abholen. Was haben wir uns gefreut. Ihr könnt euch nicht glauben, was uns allen ein Stein vom Herzen gefallen ist. Als wir in der Klinik ankamen, erzählte uns die Tierärztin noch, dass Glenna sehr unglücklich in der Box sei und dass sie sehr reserviert gegenüber den Menschen gewesen ist. Sie war noch nie alleine von zu Hause weg und das war natürlich kein Zuckerschlecken für Sie. Als Sie uns jedoch hörte, kam Leben in das gute Mädchen und sie kam sofort zu uns gelaufen und steckte Ihren Kopf unter unseren Arm. Da war wohl jemand froh, uns zu sehen. In ihr Halfter ist sie förmlich reingehüpft und ist – entgegen unserer Erwartung – auch ziemlich schnell freiwillig in den Pferdeanhänger gestiegen. Es war schön zu sehen, wie sehr sich die drei Stuten zu Hause übereinander gefreut haben. Glenna ist noch etwas schmal und schlapp. Aber so eine Aktion geht ja an niemandem Spurlos vorbei. Sie wird jetzt noch ein wenig betüdelt, damit sie schnell wieder die Alte ist.
Das ist nochmal gut gegangen für uns alle! Seit Jahren mussten wir mit keinen Pferden mehr in die Tierklinik nach Gießen fahren und jetzt gleich zwei Mal in einem halben Jahr. Natürlich macht man sich dann Gedanken, woran das liegen könnte und spricht mit den Tierärzten darüber. Sie sagten uns aber, dass man bei solchen Sachen manchmal gar nichts machen kann und dass so was einfach passiert. Vielleicht war es der Wetterumschwung oder sie hat sich einfach blöd gewälzt oder eine Kombi.
Wir haben bei „unseren“ beiden Aufenthalten in Gießen auf jeden Fall gute Erfahrungen gemacht. Das Team ist unheimlich nett und empathisch und sorgt sich toll um die Pferde. Eine weitere Erkenntnis: es gibt bei einer Kolik mittlerweile einige Behandlungsmöglichkeiten außer einer OP. Bei Botrun und Glenna ging es zum Beispiel bei beiden ohne OP. Trotzdem haben wir uns sicherheitshalber mit einem „Hoffentlich sehen wir uns nicht so bald wieder“ von der Tierärztin verabschiedet. Ein dickes Dankeschön an dieser Stelle an die Tierklinik Gießen und unsere tollen Tierärzte vor Ort.

Inzwischen macht die Glenna und auch der Großteil unserer anderer Schulpferde gerade einen „Kurzurlaub“ auf der Weide. Während sie gerade die Ruhe vor dem Sturm genießen, rüsten wir uns für die kommenden Wochen. Wahrscheinlich ist unserer Landkreis ab Anfang nächster Woche in der 2. Stufe der Corona-Lockerrungen und dann können unsere Wanderreit- und Ferienangebote wieder halbwegs normal über die Bühne gehen. Schaun mer mal!


15. Mai 2021

Ist das die Ruhe vor dem Sturm? Aktuell ist es noch sehr ruhig auf unserem Reiterhof. Lediglich ein paar Reitkurse und Einzelstunden laufen und unser Gästehaus ist komplett in der Hand von Geschäftsreisenden. So wie es aussieht, wird sich das aber unerwartet schnell ändern. Bereits ab dem kommenden Montag können wir wahrscheinlich wieder Feriengäste aufnehmen und bei unserem Reitprogramm könnte es auch weitere Lockerungen geben. Genaueres wissen wir allerdings noch nicht. Wir werden auf jeden Fall schon mal alles vorbereiten und hoffen, dass wir bereits an Pfingsten Reitgäste bei uns begrüßen dürfen. Hier ist noch ein Foto von unseren "Urlaubern" auf der Weide. In Kürze folgen hoffentlich wieder ein paar Bilder mit Reiter/innen auf dem Pferd und das Ganze auch noch ausnahmsweise nicht bei Sturm, Regen und Kälte.


01. Mai 2021

Vollgepackt mit tollen Sachen, die die Weide schöner machen (oder so ähnlich).
Es ist wieder Frühling – auch wenn es sich noch nicht so anfühlt – UND die Weidesaison steht bevor. Momentan ist es leider noch sehr kalt. Das Gras wächst wegen der kühlen Temperaturen nur sehr wenig und auch die Bäume haben noch keine Blätter und bieten unseren Lieben so nur wenig Schutz vor Wind und Wetter. Aber das wird sich ja bald hoffentlich wieder ändern. 
Das heißt für uns erst einmal: Viel, viel Arbeit. Zäune frei schneiden, neuen Elektrozaun ziehen, Zaunpfosten kontrollieren und ggf. ersetzen, Weidehütten kontrollieren und reparieren und so weiter und so fort… 

Wenn die Pferde dann endlich auf der Weide stehen, wird diese ein bis zwei Mal täglich kontrolliert. Eigentlich ist das Ganze auch so schon Arbeitsintensiv genug. Aber weil wir noch nicht genug Arbeit haben, meinen immer wieder ein paar Bauern, dass sie uns die Zäune umfahren müssen. Vielen Dank dafür! Das kann ja alles mal passieren. ABER: Ein Anruf wäre manchmal ganz nett (vor Allem, wenn auch noch Pferde auf der Weide stehen), aber das ist offensichtlich zu viel verlangt. Entschädigt werden wir für unsere Arbeitszeit und das kaputte Material natürlich nicht.

Wie dem auch sei: Für uns ist die Haltung auf der Weide eindeutig die artgerechteste Haltung für ein Pferd. 24 Stunden fressen, trinken, bewegen, Pause machen. So leben Pferde eigentlich in freier Wildbahn und kein noch so schöner Offenstall kann ihnen (unserer Meinung nach) genau das so bieten. Es gibt eine Empfehlung der FN, die besagt, dass jedes Pferd 6 – 8 Wochen reinen Weidegang haben sollte. Das bekommen wir locker hin. Wir schauen immer, dass alle unsere Pferde ungefähr zwei Monate im Jahr auf der Weide verbringen. Das geschieht oft nicht am Stück, sondern gestückelt in „Blöcke“ á 2 Wochen. 
Wir werden von unseren Pferden für die Arbeit und die Mühe, die wir uns mit all dem machen, mit einem echten Strahlen im Gesicht und der puren Lebensfreude belohnt.


25. April 2021

April'21

Schon wieder eine Woche rum - die Zeit rast! Vor allem, wenn man viel zu tun hat.

Diese Woche hat der April noch mal alles gegeben. Von Sonnenschein, Wind, Regen, und Hagel war sogar bis Frost und Schnee in dieser Woche alles dabei der Regen war wieder sehr wichtig für unsere Böden. Die waren nämlich schon wieder extrem trocken! UND es wäre sehr schön, wenn es "Heu-technisch" im nächsten Winter mal etwas entspannter wäre.

Wir freuen uns dieses Jahr schon sehr auf den Frühling - mehr als sonst. Aktuell ist leider noch richtig kalt und deshalb verzögert sich unser Weideauftrieb. Lediglich ein paar Ekzemer (Pferde mit einer Allergie gegen Mückenstiche)  genießen schon das Lotterleben auf der Weide, die anderen müssen sich noch ein wenig gedulden. Für unseren Geldbeutel sind die kühlen Temperaturen mal wieder unerfreulich. Bei dem Temperaturen wächst das Gras nicht und daher müssen wir weiterhin Heu und Heulage füttern sowie die Pferde aufwendig und kostspielig an der Reitanlage versorgen. 

Hoffentlich entspannt sich Situation bald auf allen Fronten. 


18. April 2021

Ostern'21

Oster-Reitfreizeit 2021… wer hat letztes Jahr schon gedacht, dass die Corona-Lage diesen April so ist, wie sie nun mal ist? Wir nicht… Zumindest haben wir gehofft, dass alles ein wenig lockerer sein wird.

Oster-Reiterferien mit Übernachtung und/oder Tagesbetreuung gab es natürlich nicht. Aber wir sind froh, dass wir wenigstens einen Ferienreitkurs in ganz abgespeckter Version für wenige Mädchen anbieten konnten.

Wir haben – um auf Nummer sicher zu gehen – die Mädchen in 2 Gruppen aufgeteilt, die zu verschiedenen Tageszeiten am Stall waren. So waren ein paar Mädchen am Vormittag da und die anderen am Nachmittag. Natürlich alles unter strengen Hygieneregeln und auf unserer gut durchlüfteten Anlage (jeder, der schon einmal bei uns war, weiß, wie windig es überall ist – das muss ja auch mal Vorteile haben )… Trotz der schwierigen Gesamtsituation war es eine tolle Woche mit tollen Mädchen. Alle waren unglaublich lieb mit den Pferden und miteinander und haben dem teilweise sehr durchwachsenen Wetter getrotzt.

Wir hoffen für die Kids, dass für sie bald wieder etwas mehr Normalität einkehrt. Die Kontaktbeschränkungen sind schon für uns Erwachsene eine belastende Situation. Aber für unsere Kleinen ist es noch viel schwerer.

Ostern'21


23. März 2021

Wir haben aufgerüstet und unser Notfall-Equipment aufgepeppt. Es handelt sich hierbei um zwei Flaschenzüge mit einer Tragkraft von jeweils 1000 kg sowie diverse Hebebänder und Ketten, um diese an einem oder mehreren Deckenbalken aufzuhängen. Des Weiteren haben wir aus alten Feuerwehrschläuchen zwei große Schlaufen hergestellt, die man einzeln oder gekoppelt einsetzen kann. Aktuell in Arbeit ist noch eine Art „Sitzgurt“, wie man sie vom Klettern kennt. Der Gurt hat zwei Schlaufen, die um den Bauch des Pferdes und um die Hinterhand gehen und den Druck somit gleichmäßiger verteilen sollen.  

Wozu braucht man denn so etwas? Das werden sich einige jetzt vielleicht fragen. Um die Pferde wieder auf die Beine zu bekommen, wenn sie sich festgelegt haben. Es handelt sich hierbei um eine lebensbedrohliche Situation, denn die Anatomie des Pferdes ist nicht dafür ausgelegt, eine lange Zeit zu liegen und ist zu dem für jedes Fluchttier eine Qual. Dies kann alten und jungen Pferden passieren und liegt oft an Verletzungen, Krankheit oder einer altersbedingten Schwäche. Manchmal sind die Pferde aber auch einfach nur tollpatschig bei der Wahl des Platzes wo sie sich hinlegen oder wälzen und bringen sich somit in eine missliche Lage. Das Ganze kann überall passieren, auf der Weide ist die Gefahr allerdings nicht ganz so groß. Oft findet man die Pferde morgens und muss sie dann erst einmal so positionieren, dass sie sich überhaupt wieder aufrichten können. Es ist außerdem ratsam, sie in Bauchlage zu bringen und sie dort mit ein paar Heu- oder Strohballen zu fixieren. In der Regel muss man dann den Tierarzt holen, da die Pferde meistens total abgekämpft sind und auch oft Schmerzen haben. Häufig bekommen sie dann Medikamente zur Stabilisierung des Kreislaufes und gegen die Schmerzen. Dann kann man nur hoffen, dass sie noch genug Kraft haben, um sich mit der Hinterhand wieder hoch zu stemmen. Manchmal liegt das Pferd aber auf seinem schwachen Hinterbein oder das untere Hinterbein ist schon total eingeschlafen. Dann legt man zwei Longen jeweils unter den oberen Ellenbogen und das Knie und rollt das Pferd über den Rücken auf die andere Seite. Das Ganze hört sich dramatisch an, geht aber erstaunlich gut. Leider haben wir schon Erfahrung auf diesem Gebiet, denn bei den vielen alten Pferden auf unserm Hof kommt so etwas schon einmal vor. Mit etwas Glück klappt es dann auf dieser Seite besser und das Pferd steht wieder auf. Wenn aber alle Bemühungen erfolglos bleiben, müssen schwierige Entscheidungen getroffen werden. Handelt es sich um schwer kranke oder altersschwache Pferde, dann muss man sie gegebenenfalls erlösen und einschläfern. Wenn es allerdings noch die Perspektive gibt, dass das Pferd noch ein schönes Leben haben könnte und die Pferde auch noch selbst aufstehen wollen, sind Hilfsmittel wie Hoftracks, Schlepper mit Frontlader und auch Flaschenzüge eine sehr gute Möglichkeit, um die Pferde wieder auf die Beine zu bekommen. Wir haben jetzt neben unserem Schlepper auch noch die Flaschenzüge zur Verfügung und daher sollten wir im Notfall gut ausgerüstet sein. Damit alles immer griffbereit ist, haben wir die Flaschenzüge und die diversen Schlaufen und Ketten in einer Box auf unserem Heuboden deponiert. Gerne stellen wir diese Box auch anderen Pferdehaltern in unserer Region zur Verfügung. Ein Anruf genügt und dann kann man sie sich einfach abholen.  

Ja, das ist ein schwieriges Thema in einer schwierigen Zeit. Vorausschauendes Handeln ist aber bei der gesamten Arbeit mit Pferden sehr wichtig und daher macht es auch Sinn, sich frühzeitig mit potenziellen Gefahrenquellen auseinander zu setzen und somit das eine oder andere Pferd zu retten. Der vor kurzen gestorbene Isländer „Kalzi“ hat sich vor 20 Jahren in unserem alten Schulpferdestall unter einer Raufe festgelegt. Mit viel Mühe haben wir ihn damals wieder auf die Beine gekriegt. Er hat dann schließlich noch ein langes Leben gehabt und das gönnen wir natürlich jedem Pferd. 


14. März 2021

... und die Frisur sitzt...

Ja - aktuell ist es doch recht stürmisch. Wir haben Starkregen, Sturm, Gewitter und kühle Temperaturen. Immerhin hat unsere neue Rundbogenhalle bereits den Härtetest bravourös bestanden und das ist schon einmal beruhigend.

Die Stallarbeit ist bei solchen Witterungsbedingungen immer ziemlich nervig. Es wird immer besonders interessant, wenn man mit einer Schubkarre voll mit Heu, Stroh oder Sägespänen von A nach B kommen muss (ohne alles im Gesicht zu haben bzw. alles in der Weltgeschichte zu verteilen) oder kehren will. Für alle, die es nicht selbst machen müssen ist das sicherlich ein lustiges Schauspiel.

Die Pferde haben Spaß und sind bei solchem Wetter auch schon mal ganz schön munter. Ggf. ist es an solchen Tagen besser, die Pferde vor dem reiten mal auf dem Platz oder dem Roundpen laufen zu lassen. Dann können sie schon mal überschüssige Energie loswerden und man kann sich entspannter in den Sattel schwingen. Insgesamt gilt hier aber äußerste Vorsicht, denn viele Pferde sind bei Sturm ziemlich schreckhaft. Die Geräuschkulisse ist sehr laut und somit können sie die vermeintlich gefährlichen Geräusche nur schwer herausfiltern. Oft reagieren sie daher schon in banalen Situationen mit Flucht oder sind zu mindestens sehr aufgeregt. Bei solchen „Sauwetter-Ritten“ setzen wir daher nur sehr erfahrene Pferde ein und reiten umsichtig und vorausschauend. Bevor alles komplett aus dem Ruder läuft sitzen wir auch schon einmal ab und gegebenenfalls gibt es dann einen Fußmarsch nach Hause. Ja. Die Reiterei ist kein Murmelspiel. Hier gilt es mit den nötigen Respekt und Menschenverstand an die Sache heran zu gehen. Schließlich ist man hier mit einem sensiblen Fluchttier unterwegs. Gelle!!! 


28.Februar 2021

Ein Hauch von Frühling liegt in der Luft und das ist auch gut so. Allmählich haben wir von diesem Winter gewaltig die Nase voll. Parallel zu allen „Corona-Sorgen“ haben wir uns wochenlang durch eine nasskalte Schlammschlacht gekämpft und dann folgte jetzt auch noch ein heftiger Wintereinbruch mit Schnee und eiskalten Temperaturen. Eigentlich hätte dieser so schön sein können. Anstelle von Regen, Matsch und Dreck hatten wir jetzt endlich Sonnenschein und eine ordentliche Portion Schnee. Während die Pferde ausgiebig im Schnee gespielt und getoppt haben, waren bei uns romantische Ausritte im Schnee leider Mangelware. Bei uns stand die Grundversorgung der Pferde im Vordergrund und dabei war die Wasserversorgung ganz besonders arbeits- und zeitaufwendig. Hierbei wären beheizbare Selbsttränken und maulwarmes Wasser hilfreich, doch das Ganze ist bei unserer uralten Reitanlage eine sehr kostspielige Angelegenheit und in Zeiten einer Corona-Pandemie muss man sich genau überlegen, ob so eine Investition bei immer wärmer werdenden Wintern überhaupt sinnvoll ist.  Wir behelfen uns daher mit einer großen Anzahl von Wasserbottichen, die mit einem Schlauch gefühlt werden und lassen bei drohendem Frost das Wasser aus den alten Leitungen. 
Mit den frühlingshaften Temperaturen wird auch die Anzahl der Anfragen nach Reitkursen, Ausritten, Reiterferien etc. immer größer. Aktuell dürfen wir aber immer noch nur Einzelstunden anbieten und daher müssen wir unsere Kunden/innen noch ein bisschen geduldig sein. Insgeheim sind wir aber optimistisch, dass wir ab Anfang März wieder in Kleingruppen reiten dürfen und somit die Saison 2021 ganz langsam starten kann. In unserem Gästehaus hoffen wir, dass wir nach den Osterferien (19.04.21) wieder Reitgäste aufnehmen dürfen. Leider mussten wir hier in den ersten drei Monaten bereits schon allen Gästen absagen. Aktuell versuchen wir für diese Kunden/innen Zusatztermine einzurichten und ermöglichen Ihnen außerdem beliebig umzubuchen.  
Ansonsten ist es bei uns sehr ruhig in den letzten Tagen. Leider machen uns aber einige „Oldies“ ziemliche Sorgen und unseren alten Kalzi mussten wir vor einer Woche sogar einschläfern lassen. Er hatte sich die Tage vorher schon immer mal hingelegt und kam nicht mehr gut hoch. Mit unserer Hilfe hat er es dann aber doch immer noch geschafft. Nun kam aber der Tag, an dem ihm weder wir, noch der Tierarzt helfen konnte. Kalzi ist 40 Jahre alt geworden. Er war vor vielen Jahren von Island aus nach Deutschland importiert worden und ist dann bei uns gelandet. Viele Kinder und Erwachsene haben auf ihm reiten gelernt und Wanderritte gemacht. In den letzten Jahren hat er bei uns sein Gnadenbrot bekommen. Auch wenn er wirklich ein hohes Alter erreicht hat, ist es immer schwer für uns, wenn wir einen unserer Schützlinge gehen lassen müssen. Aber das ist nun mal der Lauf der Dinge.
Hier sind noch ein paar Winterbilder und ein paar Bilder von unserem Kalzi. 

25. Januar 2021

Hufverband

Eine gut sortierte Stall-Apotheke, ein Päckchen Windeln, Panzertape und eine ordentlich Portion Verbandsmaterial gehören schon seit vielen Jahren zur Standardausrüstung unsere Reitanlage. Im Laufe der vielen Jahre gab es immer wieder Zwischenfälle mit kranken oder verletzten Pferden und da waren wir immer froh, für die Erstversorgung gut ausgestattet zu sein. Die Windeln und das Panzertape brauchen wir übrigens immer bei Hufverbänden und so einen mussten wir am vergangenen Sonntag machen. 


Da macht man einen gemütlichen Ausritt am Wochenende und auf einmal läuft das Pferd merkwürdig. Da sitzt man natürlich als erstes ab und schaut nach, was los ist. Wenn man dann eine Blutlache unter dem Hinterhuf sieht, ist man erstmal geschockt. Es war weder eine Scherbe, noch ein Nagel. Es war tatsächlich ein Stein - aber was für einer!!! Wir haben ihn für euch fotografiert (zweites Bild). Der Stein steckte seitlich im Strahl und wir mussten erstmal überlegen, ob wir den Stein überhaupt einfach so heraus ziehen können. Da er aber so weit heraus ragte, dass er mit jedem Schritt weiter in die Wunde gedrückt worden wäre, hatten wir keine Wahl. Erstmal wurde notdürftig mit einem Tempo gesäubert und gestopft. Am Stall angekommen wurde alles desinfiziert und dann gab es einen Hufverband für Hnokki. Zum Glück läuft er wieder völlig klar.

Es sei noch am Rande erwähnt, dass wir natürlich auch für unsere Reiter/innen eine weitere separate Stallapotheke zuzüglich eines tragbaren Erst-Hilfe-Koffer haben. 


20. Januar 2021

Wann geht es weiter? 

Offensichtlich sind unsere Kunden/Kundinnen optimistisch, dass wir spätestens im März wieder mit unseren Reit- und Ferienangeboten durchstarten können. Es wird nämlich fleißig gebucht und die ersten Wanderritte und Reitwochenenden sind bereits ausgebucht. Leider mussten wir schon wieder die erste Reitwochenenden und Reitkurse der Saison'21 im Januar stornieren. Zum Glück wollen alle Kunden/innen zu einem späteren Termin kommen. 

Momentan bleibt uns nichts anderes übrig, als die Vorbereitungen für die Saison 2021 voranzutreiben. Natürlich müssen unsere Pferde beim Neustart fit sein und daher investieren wir viel Zeit in ihr Training. In den letzte Tagen haben wir uns bemüht, unsere Pferde an die neue Reithalle zu gewöhnen. 

In kleinen Gruppen im Freilauf durften sich mittlerweile alle Pferde an die Halle gewöhnen. Bevor aber Reitschüler mit unseren Pferden in die Halle gehen können, müssen wir erstmal schauen, wie sich die Pferde alleine und ggf. mit Reiter verhalten. Auch die coolste Socke kann ganz schön schnell unter die Decke gehen, wenn draußen etwas passiert und man es in der Halle nur hört und nicht sieht. Dies gilt es nun zu testen und zu üben! Das ist natürlich Chefsache. Denn die Sicherheit unserer kleinen und natürlich auch der großen Reiter steht an oberster Stelle. 
Ansonsten sieht man momentan auf unserer Reitanlage viele Einzelkämpfer/innen. Oft sind sie gleich mit mehreren Pferden unterwegs. Neben Spaziergängen gibt es viel Bodenarbeit und häufig wird gleich eine ganze Herde auf dem Reitplatz mit der Longierpeitsche bewegt. 

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