Islandpferdehof 

Burgwald-Trekking

Tagebuch 2020

27. Januar 2020

Windkraftanlagen und die Pferde- und Nutztierzucht – ob das zusammen passt? Vor kurzem wurden auf der Homepage der benachbarten „Bürgerinitiative Windkraft Niederasphe e. V.“ einige wissenschaftliche Berichte veröffentlicht, die ein ansässiger Arzt zusammengetragen hat. Für uns Pferdehalter/innen und vor allem für die Züchter/innen unter uns, gibt es darin einige beunruhigende Zeilen.
Es wird dort über Verlängerungen der Tragzeiten, Missbildungen, der Bildung von Gelenkfehlstellungen und Verhaltensauffälligkeiten berichtet. Wir haben uns schon mit einigen Tierhaltern unterhalten, die ähnliche Bedenken und Sorgen wie wir haben.
Ist das wahr? Müssen wir in Zukunft mit einem beträchtlichen Anstieg von missgebildeten Jungtieren, Totgeburten und Verhaltensveränderungen rechnen? Was ist mit den Wildtieren, die sich in der unmittelbaren Nähe der Windkraftanlagen aufhalten? Stimmen diese wissenschaftlichen Studien und warum gibt es so wenige deutsche Studien auf diesem Gebiet? Fragen über Fragen! Hat jemand von euch schon Erfahrungen auf diesem Gebiet machen können?
Ansonsten läuft bei uns der ganz normale Wahnsinn: Wir sind viel mit unseren Pferden unterwegs, reparieren und renovieren am, im und um den Stall herum. Natürlich werden auch in unserem Gästehaus einige Verschönerungsarbeiten durchgeführt.
Momentan ist es bei uns ziemlich kalt und ungemütlich. Heute sind wir zum Beispiel mal wieder im Nebel versunken. Unseren Oldies ist dann tatsächlich ihr „Matsch“-Futter und natürlich auch das Trinkwasser zu kalt. Somit läuft unser Wasserkocher buchstäblich heiß, damit unsere Lieben Ihre Mahlzeit „maulwarm“ serviert bekommen. Nächste Woche soll es Sturm, Schnee usw. geben… Schaun‘ mer mal!


20. Januar 2020

Duster, nasskalt und vor allem sehr matschig - so war bislang der Winter 2019/2020. Immerhin hat es schon ganz ordentlich geregnet und das ist schon mal etwas. Ohne Gummistiefel geht aber gar nichts und insgesamt ist es ziemlich ungemütlich. Da das Ganze auch noch ziemlich unfotogen ist, haben wir noch ein paar Fotos von unseren Reitfreizeiten vom vergangenen Jahr und ein paar Zeilen darüber. 


„Back to the roots“ hieß es bei uns in der Saison 2019. Die zuletzt stark rückläufigen Reiterferien liefen wieder wie die Hölle und die waren in unseren Anfangsjahren schon einmal heiß begehrt. Angefacht durch die „Immenhof-Filme“, war die Nachfrage damals so groß gewesen, dass wir sogar einige Gäste in der Nachbarschaft unterbringen mussten. In den letzten Jahren ging die Nachfrage bei den Kids deutlich zurück und daher wurde unser Gästehaus immer mehr für unsere zahlreichen erwachsenen Gäste umgebaut.  Inzwischen nehmen wir nur noch maximal 15 Kinder und zwei Betreuer/innen auf. Somit gibt es bei uns keine „Massenabfertigung“ und das kommt bei den Kunden/innen sehr gut an. Außerdem schätzen die Eltern unsere naturnahe und pferdefreundliche Arbeit mit den Pferden und unsere intensiven Bemühungen, reiterliche Fähigkeiten zu vermitteln. Es gab viel Anerkennung und Lob für unser spezielles Konzept, was bei uns natürlich wie Öl runter gegangen ist. 
Insgesamt hatten wir es mit sehr netten Gruppen zu tun. Es handelt sich vor Allem um hilfsbereite und fleißige Kids, die schon in jungen Jahren ein Auge für den Tier- und Umweltschutz haben und sehr nette und interessierte Eltern. Auch unsere Betreuerinnen haben mal wieder einen sehr guten Job gemacht und uns bei allen Aktivitäten unterstützt. Natürlich waren die Kids auch in diesem Jahr wieder sehr munter. Wie immer wurde nicht nur sehr viel geritten, sondern auch gespielt, gemalt, gebastelt, gesungen, getanzt, gelacht, getobt und natürlich auch eine Menge Blödsinn gemacht. Noch immer sind sie Fans von den alten Immenhof-Filmen und daher hörte man den ganzen Tag ein lautes „Trippel Trappel Pony“ auf unserem Reiterhof. Insgesamt sind unsere kleinen Reitgästen aber wesentlich jünger geworden und daher werden auch die reiterlichen Vorkenntnisse von Jahr zu Jahr immer geringer. Des Weiteren merkt man den Kids an, dass viele in ihrer Freizeit relativ wenig Zeit draußen verbringen und sich auch deutlich weniger bewegen. Daher ist so eine Woche Reiterferien für manche schon fast ein Abenteuer-Camp. Natürlich haben wir uns mit unserem Reitprogramm angepasst. In jeder Woche machen wir einen Spagat, zwischen der Vermittlung von reiterlichem Basiswissen und einer entspannten Ferienatmosphäre. Zum Glück haben wir es durchweg mit hoch motivierten und fleißigen Kids zu tun und daher lernen die Kinder immer extrem schnell. 
Ganz besonders begeistert waren wir von der großen Hilfsbereitschaft der Kids untereinander und wie sie sich bei allen Aktivitäten eingebracht haben. Das war nicht immer so!!! Hier hat das Umfeld (Familien, Kindergärten und Schulen) einen verdammt guten Job gemacht. Super!!!
Und die Saison 2020? Schaun mer mal!


05. Januar 2020

Ein frohes neues Jahr wünschen wir! Bevor bei uns allen der Alltag wieder einkehrt ist, möchten auch wir unsere Neujahrsgrüße loswerden.


Unser gesamtes zwei- und vierbeiniges Team ist gut ins neue Jahr gekommen. Nach diversen Horrornächten in der Vergangenheit, waren wir sehr froh, dass alles relativ problemlos über die Bühne ging. Wie immer waren wir beim Jahreswechsel bei unseren Pferden und haben noch bis tief in der Nacht die Zäune gecheckt und unsere gesamte Reitanlage nach verirrten Raketen abgesucht.  Zum Glück haben sich unsere direkten Nachbaren deutlich zurück gehalten oder auch gänzlich auf das Feuerwerk verzichtet. Ähnlich sah es im ganzen Dorf aus. Erfreulicherweise hat unsere freiwillige Feuerwehr eine gemeinschaftliche Silvesterfeier inklusive einem kleinen moderaten Feuerwerk organisiert und da haben sich viele angeschlossen. Es gab bei allerdings auch einigen „Schwachmaten“, die fast eine Stunde lang ununterbrochen mit dem Feuerwerk herumgeballert haben. Offensichtlich ist die gesamte Klimaproblematik und die „Fridays for future – Bewegung“ gänzlich an ihnen vorbei gegangen. Wenn es darum geht Party zu machen, ist es mit dem verantwortungsvollen und nachhaltigen Handeln offensichtlich Fehlanzeige. Hier werden die Prioritäten leider wo anders gesetzt.

Wir würden es auf jeden Fall befürworten, wenn es in unserem Dorf in Zukunft nur noch ein gemeinsames kleines Feuerwerk gibt und hoffen, dass der Ortsbeirat und die vielen netten Familien da mitziehen. Wir hoffen außerdem, dass möglichst viele andere Dörfer und Städte das Ganze ähnlich regeln. Man könnte die unerfreulichen Ausschreitungen und sonstige schlimme Vorfälle auf ein Minimum reduzieren und für die vielen eingesparten Millionen finden sich mit Sicherheit ebenfalls wesentlich sinnvoller Einsatzmöglichkeiten.

Leider gab es in der Silvesternacht einen Brand in einem Zoo, der viele Tierfreunde/innen beschäftigt hat. Nachdem unsere Reitanlage auch schon einmal komplett abgefackelt ist, gehen uns solche Vorkommnisse immer ganz besonders an die Nieren. Daher haben wir sofort unser Brandsicherheitskonzept überdacht und bereits ein neues System geordert. In Zukunft sind unsere Smartphones mit den Brandmeldern im Stall verbunden, womit wir bei Problemen hoffentlich noch schneller handeln können. Im Prinzip haben wir allerdings eine sehr offene Stallanlage mit diversen Offenställen und Außenboxen und daher hoffen wir, dass es bei einem Brand, nur einen Sachschaden gäbe und keine Pferde verbrennen würden.

Hier sind noch ein paar Fotos von den diversen Ritten zwischen den Jahren. 


  • Heilig Abend - Ausritt
  • Bescherung bei den Schulpferden
  • Frostige Abendstimmung
  • Ausritt zwischen den Jahren
  • Geli und Kerstin am Stall beim Jahreswechsel


Karte
Anrufen
Email
Info