Islandpferdehof 

Burgwald-Trekking

Unser Reiterhof - Tagebuch 2018

10. Mai 2018

Bei „Kaiserwetter“ fand am vergangenen Sonntag unseren Wanderreit-Cup statt. Für die Teilnehmer/innen hatten wir einen 12,7 Kilometer langen Orientierungsritt und einen Trail-Parcours vorbereitet. Den Anfang machte morgens der Trail, der sich wie immer aus Elementen der Bodenarbeit und gerittenen Aufgaben zusammensetzte. Da bei dieser Veranstaltung immer viele „Wiederholungstäter/innen“ am Start sind, haben wir in diesem Jahr einige vollkommen neue Hindernisse eingebaut. Dazu gehörte zum Beispiel ein Holzsteg, den wir nur wenige Tage vorher aus zwei Paletten und einigen Brettern zusammengeschraubt hatten. Er sollte den Teams später noch ein paar Sorgenfalten auf Stirn treiben, denn nur eine Reiterin konnte das Hindernis problemlos überreiten.

Wie bereits in den vergangen Jahren musste der Parcours im Team bewältigt werden. Der Team-Trail zeigte sich auch in diesem Jahr als eine äußerst kurzweilige und amüsante Variante, die allen Reitern/innen und Pferden die Möglichkeit gab, sich entsprechend dem eigenen Könnens- bzw. Ausbildungsstand einzubringen. Um eine Chancengleichheit für die unterschiedlich großen Teams herzustellen, mussten alle Teams gemeinsam einreiten und dann durften immer nur zwei Reiter/innen aktiv die Hindernisse bewältigen, alle anderen warteten in einem Viereck auf ihren Einsatz. Wie die Teams die einzelnen Aufgaben abarbeiteten, blieb Ihnen überlassen. Es gab nur die Vorgabe, dass jedes Team-Mitglied mindestens eine Aufgabe bewältigen muss. Mit einer Gemeinschaftsaufgabe (Tischdecken vom Pferd aus) endete für jedes Team der Parcours und nach dem gemeinsamen Ausreiten aus dem Tor wurde die Zeit gestoppt. Gewertet wurden am Ende dann die Bewältigung der einzelnen Hindernisse, die Zeit, die Harmonie zwischen Pferd und Reiter/in und der Teamspirit. Alle Teams zeigten schließlich eine so gute Leistung, dass am Ende nur einige Sekunden über den Sieg in dieser Teildisziplin entschieden. 

Nach dem Trail startet der Orientierungsritt. Die 12,7 Kilometer lange Strecke führte auf wunderschönen, aber auch ziemlich bergigen Wegen durch den Burgwald. Sie war in vier Etappen unterteilt, die in einer vorgegeben Zeit absolviert werden musste. Des Weiteren warteten drei unbesetzte Kontrollpunkte auf die Teams, die ebenfalls angeritten werden mussten. An den Punkten gab es kleine Sonderaufgaben für die Reiter/innen. Neben allgemeinen Wissensfragen über die Pferdehaltung und den Reitsport, mussten die Teams noch ihre Kompetenzen auf dem Gebieten der Unfallverhütung und der „Ersten Hilfe“ beweisen.

Am frühen Nachmittag waren die Teams wieder an der Reitanlage, wo es im Rahmen einer gemütlichen Grillparty die Siegerehrung gab. Nachdem auch beim Orientierungsritt alle Teams auf Augenhöhe waren, gab es auch hier eine hauchdünne Entscheidung. Während beim Trail das Team „Burgwald zu Pferd“ von Arnos und Utas gleichnamigen Betrieb gewonnen hatte, hatte beim Orientierungsritt die „JOLO-Crew“ die Nase vorn. In der Gesamtwertung setzte sich dann aber das Team „Burgwald zu Pferd“ durch und siegte vor der „JOLO-Crew“. Es folgten die Teams „Isi-going“ und „Die ewigen Zweiten“ auf den weiteren Plätzen. Als ein kleines Dankeschön für Ihre Teilnahme bekamen alle Teams neben Schleifen und Urkunden noch ein kleines Fresspaket für Pferde und Reiter, dass von unserer „Wanderreit-Truhe“ gestiftet wurde.

Am Abend waren wir alle etwas abgekämpft und müde, doch insgesamt hatten alle Beteiligte einen sehr schönen Tag und daher planen wir auch im kommenden Jahr eine Fortsetzung von unserem Wanderreit-Cup. 

 

1. Mai 2018

In der letzten Woche waren wir wieder fleißig mit den Pferden unterwegs. Neben den täglichen Reitkursen hatten wir noch am Samstag einen Tagesritt mit Jugendlichen und heute einen 1 Mai - Ritt. Obwohl das Wetter teilweise heftig war, hat alles super geklappt. Die Kids beim Tagesritt waren sehr interessiert und bemüht. Insgesamt hatten sie schon sehr gute Vorkenntnisse, doch im Gelände waren sie vorher so gut wie gar nicht. Daher war der Tagesritt sehr spannend für sie. Ich habe von den Eltern schon gehört, dass sie abends gut geschlafen haben und es hat mich gefreut zu hören, dass sie bereits ihre Teilnahme an weiteren Ritten planen.
Ich war bei beiden Ritten einmal wieder sehr stolz auf unsere Pferde. Wie immer waren sie sehr fleißig und zugleich extrem zuverlässig unterwegs. Ohne sie läuft bei uns gar nichts und daher genießen Sie gerade einen Kurzurlaub auf der Weide. Am Wochenende steht bei uns der Burgwald-Trekking Wanderreit - Cup auf dem Programm und da gibt es viel zu tun.


22. April 2018

„Bevor es besser wird, wird es erst einmal schlimmer“, das haben die Mädels gesagt, als wir am Samstag von einem Tagesritt zurückgekommen sind und bei uns am Stall, bedingt durch eine Ausräum- und Reinigungsaktion, das absolute Chaos herrschte. Es ging kein Apfel mehr zu Boden, denn überall war das Equipment der Pferde verstreut und es wurde ordentlich geputzt und sortiert. So einen „Frühjahrsputz“ gibt es bei uns schon lange. Aus Gründen der Gesunderhaltung der Pferde und der Unfallverhütung wird das gesamte Equipment der Pferde immer wieder kontrolliert. Außerdem ist es uns auch wichtig, dass unsere Kunden/in ein gepflegtes Material in die Hände bekommen und auch die Räumlichkeiten einen aufgeräumten und sauberen Eindruck machen. Also wird regelmäßig ordentlich geschruppt. In der Woche zuvor haben wir bereits die ganzen Satteldecken, Pads und Schabracken gewaschen und bei herrlichem Wetter in der Sonne getrocknet. Außerdem waren noch ein paar Sättel beim Sattler, um kleinere „Blessuren“ zu reparieren. Ganz nebenbei rüsten wir schon für unseren Wanderreit-Cup in zwei Wochen. Das Equipment für den Trail-Parcours wurde bereits auf Vordermann gebracht und der Reitplatz hat eine neue Umrandung bekommen. 
Ja, auf einem Reiterhof gibt es immer eine ganze Menge zu tun und es wird nicht den ganzen Tag mit den Pferden geschmust, wie sich manche das so vorstellen. 
Bei unserem Tagesritt haben wir uns aufgrund der großen Hitze in den Burgwald verkrochen. Dank der sehr netten Reiterinnen und den super laufenden Pferden war alles bestens. Es war der erste längere Ritt in den Burgwald in diesem Jahr und daher waren wir gespannt, ob alle Wege überhaupt passierbar sind. Es gab aber schließlich diesbezüglich keine Probleme, nur gleich zwei Pferde haben ein Vordereisen verloren. Das hatten wir schon extrem lange nicht mehr und daher hatte ich weder eine Hufbeschlagszange, noch Hufschuhe dabei. Eigentlich werden bei uns vor jedem Ritt die Hufeisen genauestens kontrolliert und daher gab es in der letzten Zeit gar keine Probleme damit. Um bei dieser Hitzeschlacht möglichst nicht so viel Ausrüstung mitzuschleppen, hatte ich daher auf das entsprechende Hufbeschlags-Equipment verzichtet, was in diesem Fall ein Fehler war. So ein Wanderritt bleibt doch immer eine „Wundertüte“. Man weiß nie, was auf einen zukommt. Die Pferde haben das Ganze unbeschadet überstanden und wir haben uns sofort nach der Ankunft am Stall um ihre Hufe gekümmert. Am kommenden Wochenende läuft der erste Jugend-Tagesritt und wir sind gespannt, was da auf uns zukommt.


15. April 2018

Was für ein Wetter! Ausnahmsweise gibt es nichts zu meckern. Wir hatten schon einige Tage Sonne satt und sommerliche Temperaturen. Dazu kam noch etwas Regen und jetzt explodiert die Natur förmlich. Alle Zwei und Vierbeiner haben sich ordentlich die Sonne auf den Pelz scheinen lassen und das tat nach dem schmuddeligen Winter so richtig gut. Am vergangenen Wochenende war es einigen Pferden wahrscheinlich schon zu warm. Zum Glück standen keine längeren Ritte oder andere schweißtreibende Aktivitäten auf dem Programm. Es gab nur einige kleinere Ausritte und etwas Training mit dem Pferde-Nachwuchs. Bei dem guten Wetter werden leider auch die Mücken und Bremsen relativ schnell wieder nerven und daher haben wir an diesem Wochenende bereits einige Ekzemer auf die Weide gestellt.  

Heute haben die Mädels den kleinen Osk wieder aus der Tierklinik geholt. Seine Kastration verlief eigentlich ganz unproblematisch, doch er hat einige Tage danach hohes Fieber bekommen. Daher musste er etwas länger in der Klinik in Gießen bleiben und daher kann er auch nicht direkt wieder auf die Jungpferdeweide. Wir werden ihn erst einmal am Stall unterbringen, wo wir seinen Gesundheitszustand besser kontrollieren können und hoffen, dass er dann in den nächsten ein bis zwei Wochen wieder zu den anderen Jungs auf die Weide kann.  

Ansonsten rüsten wir uns gerade für die diversen Tagesritte, die in den nächsten Wochen auf uns zu kommen und natürlich auch für unsere Jubiläums-Veranstaltungen, mit dem Orientierungsritt Anfang Mai und dem „Tag der offenen Tür“ Anfang Juni. Unser Motto heißt: „Es gibt viel zu tun, packen wir es an“. 


08. April 2018

Heute haben Anna und Wiebke den klein „Osk“ zum Kastrieren nach Gießen gefahren. Eigentlich werden die Junghengste bei uns auf der Weide kastriert, doch beim kleinen Osk ist nur ein Hoden unten und der andere noch im Bauchraum. Daher konnte man die Kastration nicht wie gewohnt durchführen und stattdessen steht ihm eine richtige OP bevor. Damit das Ganze möglichst sanft über die Bühne geht, haben wir uns für eine endoskopische Kastration in der Vet. – Klinik in Gießen entschieden.

Wir sind erleichtert, dass der Transport heute prima geklappt hat. Die beiden Mädels haben eine super Job gemacht und das gute Training im Vorfeld hat sich einmal wieder bezahlt gemacht. Ganz brav hat sich der kleine Osk verladen lassen und auch während der Hängerfahrt stand er wie eine Eins. Als „Anstandsdame“ hat Anna ihren Hildingur mitgenommen und der hat den kleinen Mann ganz souverän bis zu seiner Box in der Klinik begleitet. Neben diversen Großpferden war noch ein weiterer windfarbener Isländer da, der das gleiche Schicksal teilt. Das Personal war in der Klinik sehr nett und wir haben alle ein gutes Gefühl bei der Aktion.

Obwohl wir ihn immer den kleinen Osk nennen, ist er ganz und gar nicht klein, sondern für sein Alter extrem groß. Wir sind sehr froh, dass er bislang nicht die Vorzüge des anderen Geschlechts kennen gelernt hat, sonst hätten wir mit ihm wahrscheinlich richtig Spaß bekommen.

Jetzt drücken dem kleinen Mann die Daumen für die OP am Dienstag. Wenn alles gut geht, können wir ihn am Freitag wieder abholen und dann kann er wieder mit seinen Kumpels auf der Weide toben. 

01. April 2018

Frohe Ostern wünschen wir! Macht Euch ein paar schöne Tage!
Wir haben bereits die erste Woche von den Oster-Reifreizeiten hinter uns gebracht und machen gerade über Ostern eine kleine Verschnaufpause. Wie jedes Jahr stand gestern unser traditioneller Osterausritt inklusive anschließendem Osterfeuer auf dem Programm. Bei super Wetter hatten wir zunächst einen ziemlichen flotten Ritt und später ein stimmungsvolles Osterfeuer bis tief in die Nacht. 
Die erste Woche der Oster-Reitfreizeiten verlief vollkommen unproblematisch. Dank der super netten Ferienkinder und unserer sehr guten Betreuerin Sonja hatten alle eine sehr schöne Woche. 
Vor 14 Tagen war es noch einmal richtig kalt gewesen. Nachdem wir schon ein paar frühlingshafte Tage mit angenehmen Temperaturen und viel Sonne hatten, war der erneute Kälteeinbruch richtig gemein. Zum Glück haben wir inzwischen wieder frühlingshafte Temperaturen und es bleibt zu hoffen, dass es nur ein letztes Aufbäumen des Winters war. Die wenigen milden Tage der letzten Wochen haben unser Dorf schon aus dem Winterschlaf gerissen. Überall sind die Leute in ihren Gärten am werken und man kann spielende Kinder hören. Bei uns hat das frühlinghafte Wetter bereits die Vorbereitungen für die kommende Weidesaison in den Focus gerückt. Wie immer müssen die Zäune gerichtet und abgebrochene Äste beseitigt werden. Für die Reparaturen an unseren Zäunen werden wir in Kürze angespitzte Eichenposten mit unserem Pferdeanhänger holen. Sie sehen zwar ein bisschen rustikal aus, sollten aber in Kombination mit unseren T-Pfosten aus Stahl sehr langlebige Zäune ergeben. 
Vor ein paar Tagen haben wir eine schöne Karte von dem Wanderreiter „Hans Watzel“ bekommen, Er war im vergangenen Jahr mit seinen beiden Isländern von Wassermungenau nach Münster geritten, um dort seine Enkel mit den Pferden von der Schule abzuholen. Bei diesem Ritt hat er bei uns ein paar Tage Quartier gemacht. Seine ganze Aktion ging durch die Presse und auch durchs Fernsehen. Genauso sorgfältig und bedacht wie seine Karte und die netten Zeilen, war auch die gesamte Aktion. Ein guter Mann!!! Von so einer Tour, egal ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Pferd, träumen wahrscheinlich viele. Einfach mal in die Büsche schlagen wäre für viele ein Traum. Das Ganze in die Tat umzusetzen ist alleine schon aufgrund unserer beruflichen und familiären Verpflichtungen sehr schwierig. Vor ein paar Jahren waren die Mädels vom Stall alle zusammen bei einem Vortrag von Günther Wamser über seinen 20 000 Kilometer-Ritt von Feuerland nach Alaska. Inspiriert von den interessanten Erzählungen und den tollen Bildern, wären die Mädels am liebsten direkt zu einem Langstreckenritt aufgebrochen. Kurzfristig war sogar ein Ritt zur Nordsee in Planung. Doch so ein Projekt war nicht realisierbar und wir sind schon froh, wenn wir wenigstens einen 2-Tagesritt im Jahr gemeinsam absolvieren können. 
Ansonsten rüsten wir uns gerade für die kommende Saison. Kurzfristig müssen wir jetzt erst einmal die Oster-Reitfreizeiten hinter uns bringen und dann beginnt allmählich die Wanderreitsaison. Daher haben wir schon im Gästehaus eine Art von „Frühlingsputz“ hinter uns gebracht und auch an der Reitanlage gab es am vergangenen Wochenende eine ähnliche Aktion geben. Langfristig arbeiten wir auch schon an den Vorbereitungen für unsere Jubiläumsveranstaltungen. Mit großem Eifer und viel Spaß üben die Mädels an den Wochenenden schon fleißig für das Schauprogramm. Schließlich soll alles wie am Schnürchen laufen und bedarf daher einer guten Vorbereitung. Schaun mer mal!

12. März 2018 

Was für ein Wetter! Erst war es ganz schön kalt und jetzt ist es ganz schön warm. Sorgenvoll beobachten wir unsere Pferde, denn bei so einem Wetterumschwung könnte es Koliken geben. Bislang geht es den Pferden aber bestens. Bestens ging es den Pferden auch während der ca. drei wöchigen frostigen Phase im Februar. Da die Böden gefroren waren, konnten wir sie jeden Tag auf die Ausläufe stellen, wo sie ausgiebig gespielt und getobt haben. Während die Pferde das Wetter sichtlich genossen haben, hatten wir mit der Versorgung unserer 60 Pferde ganz ordentlich zu tun. Natürlich war überall das Wasser eingefroren und das hat uns ganz schön auf Trab gehalten. In der der letzten Woche war es dann so kalt, dass der Reitbetreib ziemlich zum Erliegen gekommen ist. Sogar unsere Mädels vom Stall, die eigentlich bei jedem Wetter reiten, haben bei der extremen Kälte gestreikt und im Wesentlichen nur Bodenarbeit mit den Pferden gemacht. 

Bei der Kälteperiode der letzten Wochen hatten unsere zahlreichen Pferdedecken einen Großeinsatz. Einige alte Isländer und die diversen Großpferde mußten wir mit warmen Winterdecken einpacken. Unsere größte Frostbeule „OMAR“ (ein 38 Jahre alter Araber) hatte teilweise eine Abschwitzdecke und zwei gefütterte Winterdecken übereinander an und damit ging es dann so einigermaßen. In diesem Winter haben wir sehr viele Highneck-Decken eingesetzt und waren sehr zufrieden damit. Nicht nur das sie die Pferde ordentlich warm einpacken, sie scheuern an der Brust nicht so wie die normalen Decken. 
Inzwischen ist bei uns wieder alles aufgetaut und schon sind die Ausläufe wieder matschig und aufgeweicht. Insgesamt hat der ungemütliche Winter auf unseren Weiden und Ausläufen Spuren hinterlassen und wir werden einiges nachsäen müssen. Hoffentlich regnet es in den nächsten Tagen nicht so viel, damit alles endlich mal abtrocknen kann. Schaun mer mal!

26. Februar 2018

Am Freitag haben wir unsere alte Flugsvinn eingeschläfert. Sie ist 35 Jahre alt geworden. Als Absetzer haben wir sie vor vielen Jahren für zwei Islandpullover gekauft. Über einen langen Zeitraum war sie ein starkes und verlässliches Schulpferd, das wir in unseren Schulbetrieb und bei Wanderritten eingesetzt haben.  Seit 2006 hat sie bei uns ihr Gnadenbrot bekommen.  In den Sommermonaten stand sie immer auf der Weide und im Winter an unserer Reitanlage. In den letzten Jahren hat sie mit dem kleinen Islandwallach Elis noch einen treuen Freund gefunden. Ansonsten gehörten Gandur, Lettir, Hjörtur und Snerrir zu ihrer „Rentner-Herde“. 34 Jahre hat sie auf unserem Hof gelebt und natürlich fehlt da was, wenn man jetzt zum Stall kommt. 
Im Prinzip war sie noch richtig gut in Schuss und daher viel es dem Tierarzt und uns sehr schwer sie einzuschläfern. Sie wollte Leben und hat dafür gekämpft. Es war sehr traurig. Leider waren ihre Beine im Alter steif geworden und sie hatte mit Arthrose zu kämpfen. Besonders problematisch waren ihre Hinterbeine. Daher hat sie sich in den letzten Wochen zweimal festgelegt und ist nur mit unserer Hilfe wieder auf die Beine gekommen. Am Freitag haben wir es trotz intensiver Bemühungen nicht mehr geschafft, sie auf ihre Beine zu stellen. Da man auch in Zukunft keine gesundheitliche Verbesserung bei ihr erwarten konnte, mussten wir sie einschläfern. Der Tierarzt Dr. Grasemann aus Michelbach hat insgesamt bei der ganzen Behandlung einen verdammt guten Job gemacht und sie dann schließlich ganz sanft eingeschläfert. Sie ist also zu Hause in ihrem eigenen Stall ganz friedlich eingeschlafen und das wünscht man jedem Pferd. In der Vergangenheit gab es in ähnlichen Situationen leider auch weniger souveräne Auftritte von Tierärzten und deshalb wissen wir seine gute Arbeit sehr zu schätzen. 
Solche unerfreulichen Tage gab es in den letzten 50 Jahren leider immer wieder. Da wir schon lange unsere alten Schulpferde bis zu ihrem Tod behalten und auch fremde Gnadenbrotpferde aufnehmen, sterben auf unserem Hof immer wieder Pferde und das ist für das gesamte Team immer ein schwerer Gang. Es gab schon viele dramatische und herzergreifende Aktionen mit alten Pferden und es mussten schon viele schwere Entscheidungen über Leben und Tod gefällt werden. Gemeinsam haben wir schon viele Pferde mit dem Schlepper aus dem Stall gezogen, was nicht gerade eine Sternstunde für jeden Pferdeliebhaber/in ist und so manche Aktion mitgemacht, für die man ordentlich Arsch in der Hose gebraucht hat. Doch es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir unsere Pferde bis zu Ihrem Tod behalten und daher gehen wir diesen Weg gerne mit unseren Pferden. Wir freuen uns, wenn sie einen schönen Lebensabend auf unserem Hof haben und drücken uns nicht um die Verantwortung, wenn es dem Ende entgegen geht. Mit einer ordentlichen Portion Idealismus und einem enormen zeitlichen und finanziellen Aufwand, kümmert sich das gesamte Team um unsere Oldies und  der beachtliche Publikumsverkehr auf unserem Hof kann jederzeit bestätigen, in welchem sehr guten Zustand unser gesamter Bestand an Oldies ist. 
Meine Schwester ist immer wenig begeistert, wenn ich hier von toten Pferden berichte. Ich denke aber, dass sie es verdient haben, dass man sich an sie erinnert und daher werde ich in den kommenden Wochen immer wieder ein paar Zeilen über die Lebensgeschichte unserer Oldies schreiben.  
Unsere Flugsvinn hatten auf jeden Fall ein sehr schönes und langes Leben bei uns!!! 
Mach‘s gut kleine Flugsvinn, die Zeit war schön mit dir. 


19. Februar 2018

Ich darf wieder reiten, bin ich froh!!! Seit rund 14 Tagen sitze ich wieder im Sattel und es geht schon ganz gut. Größere Aktionen gehen zwar noch nicht, es sind allerdings auch keine geplant. Nach unserem Winterschläfchen sind die Pferde noch nicht so fit und somit müssen wir erst mal keine Brötchen backen. Momentan sind wir daher bemüht, den Trainingsrückstand bei den Pferden zu verringern. Eigentlich wollten wir mit unseren Pferden im Winter ein lockeres Ausgleichtraining mit gemütlichen Ausritten und vielen gymnastizierenden Einheiten machen. Außerdem war geplant, an ein paar „Baustellen“ zu arbeiten, denn so eine Saison geht nicht spurlos an den Pferden vorbei und mit ein paar neuen Impulsen und Inhalten den Horizont von unseren Vierbeiner zu erweitern. Doch das Sauwetter und mein Ausfall haben uns einen Strich durch die Rechnung gemacht und daher müssen wir noch einiges nachholen. Bei Sturm, Regen, Schnee und total aufgeweichten oder tiefgefrorenen Böden, auf dem Reitplatz und im Gelände, ist das allerdings gar nicht so einfach. Immerhin gab es beim Orkan vor kurzem keine Schäden, das ist schon mal beruhigend, doch der Reitbetrieb kommt bei so extremen Bedingungen leider total zum Erliegen. In der Regel nutzen wir die gewonne Zeit für Reparatur- und Renovierungsarbeiten. Momentan toben wir uns in unserem Gästehaus mit Streicharbeiten aus und an der Reitanlage arbeiten wir an neuen Raufen. Nebenbei sitzen wir jeden Tag viele Stunden am Computer. Neben dem normalen „Wahnsinn“ tüfteln wir noch immer an unseren Terminen. Zum einen sind bereits einzelne Ritte ausgebucht und daher mußten wir noch weitere Ersatztermine finden und zum anderen haben wir noch an den Terminen für unsere Jubiläumsveranstaltungen gearbeitet. Bislang planen wir unseren Burgwald-Trekking-Wanderreitcup 2018 am 06. Mai 2018 und einen „Tag der offenen Tür“ am 02. Juni 2018 durchzuführen. Bei unserem Wanderreit-Cup soll es einen Orientierungsritt und einen Trailparcours geben und beim „Tag der offenen Tür“ sind ein Schauprogramm und eine Hausmesse von unserer „Wanderreit-Truhe“ in Planung. Weitere Infos zu den beiden Veranstaltungen findet Ihr/Sie auf unserer Homepage auf der Seite „Termine 2018/Unsere Veranstaltungen“.

Geburtstagsmäßig habe ich schon vor ein paar Tagen vorgelegt und meinen 50 Geburtstag gefeiert. Meine Freunde/innen haben mir mit einer Überraschungsparty und einer Reise nach Island ein ganz  besonderes Geschenk gemacht. Eigentlich wollte ich meinen 50 Geburtstag ganz gemütlich im kleinen Rahmen feiern, doch es kam dann anders als erwartet. Vormittags wollte ich ein Läufchen machen und nachmittags einen Ausritt. Das Ganze sollte dann in einen gemütlichen Kaffeeklatsch mit den Mädels vom Stall und der Familie übergehen. Das es dann eine riesige Party gibt und die mich dann auch noch nach Island schicken, war dann der absolute Hammer. Nachdem ich mich von dem ersten Schock erholt hatte, habe ich mich natürlich wahnsinnig über die schöne Feier und das tolle Geschenk gefreut. DANKESCHÖN noch einmal dafür!!!

Ich werde berichten, wie es in Island gewesen ist. 


01. Januar 2018

Ein frohes neues Jahr wünschen wir und hoffen, dass ihr gut reingerutscht seid.

Bei uns ist der Jahreswechsel halbwegs problemlos über die Bühne gegangen, doch das Ganze ist bei uns immer mit gemischten Gefühlen verbunden. Die Zeiten, in denen es große Sylvesterpartys in unserem Gästehaus gab, sind lange vorüber. Jetzt überwiegt die Sorge, dass es durch das Feuerwerk Probleme bei unseren Vierbeinern geben könnte. Eigentlich hält sich das Feuerwerk in unserem kleinen Dorf noch in Grenzen, doch es gibt auch bei uns einige „Feuerwerk-Fans“ und die Nerven ganz gewaltig. Daher gibt es bei uns zunächst ein gemütliches Abendessen und dann kümmern wir uns um unsere Pferde.  In der Regel werden überall die Lichter angemacht und es gibt zur Beruhigung einen Mitternachtssnack. Außerdem versuchen wir tagsüber möglichst alle Pferde zu bewegen, damit sie sich schon im Vorfeld ein bisschen ausgetobt haben. Dann kann man nur abwarten und hoffen, dass sie in Panik keine Zäune abräumen oder sich Stall- und Boxenabtrennungen irgendwie verletzen. Der Großteil der Pferde bleibt in der Regel relativ gelassen, nur einige spezielle Kandidaten machen uns jedes Jahr Sorgen und daher sind wir mit ein paar Mädels immer um Mitternacht am Stall. In diesem Jahr waren Franzi, Geli und ich das Team am Stall. Anna und Elsa waren außerdem noch unsere Telefonjoker, sollten es größere Probleme geben. An der Reitanlage mußten wir uns dann nur um ein paar panische Oldies kümmern und einen sogar aufhalftern und festhalten. Etwas problematischer war es dann schon bei unseren Zuchtpferden am Haus. Dort hatten es unsere beiden Hengste Hjalti und Alvitur  sowie diverse Zuchtstuten mit den rauschenden Sylvesterpartys unserer Nachbarn zu tun und damit natürlich auch mit einem Dauerbeschuss beim Feuerwerk. Das Resultat von dem Terror waren zerlegte Zäune und eine Fusion von den beiden Herden. Zum Glück blieben alle Pferde unverletzt und auch die Hengste haben sich nicht die Köpfe eingeschlagen.  Nachts um 2 Uhr haben wir noch Zäune repariert und die Herden wieder getrennt.

Ja, da waren wir schon stinksauer und genervt. Das man sich einfach ein paar Meter von den Pferden entfernt und da sein Feuerwerk abfeuert, ist leider offensichtlich nicht möglich. Schade eigentlich, da werden die Prioritäten wo anders gelegt.

Nach dem etwas holprigen Einstand ins neue Jahr, geht es hoffentlich etwas entspannter weiter. Schaun mer mal!